Peter Handke
Immer noch Sturm

Immer noch Sturm
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D: 15,90 €
A: 16,40 €
CH: 22,90 sFr

Erschienen: 20.09.2010
Klappenbroschur, 166 Seiten
ISBN: 978-3-518-42131-4

Inhalt

Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« (oder steht es eher am Rande?) dessen Vorfahren: die Großeltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Sie erscheinen ihm, da sie ihn bis in die Träume begleiten, in einer Vielzahl von Szenenfolgen, in denen sich die unterschiedlichsten Spiel- und Redeformen abwechseln – ein Panorama, das weit über alle literarischen Genres hinausreicht und sie sich zugleich anverwandelt. Gestaltet Peter Handke eine beispielhafte Familientragödie in Szenen? (Immerhin sterben zwei der Brüder in den vierziger Jahren.) Erzählt er anhand einzelner Stationen das Epos eines Volkes, der Slowenen? (Von ihnen ging der einzige bewaffnete Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime innerhalb dessen ursprünglicher Grenzen aus.) Entwirft er das Geschichtsdrama der ewigen Verlierer (die einmal die Historie auf ihrer Seite wähnten und doch nichts erreichten)? Oder wendet er sich, erzählend-dramatisch, zurück zur eigenen Biographie, deren Voraussetzungen und Folgen?Im neuen Buch von Peter Handke durchdringen sich Prosa und Drama, Theatralisches und Poetisches, Geschichtliches und Persönliches, und so wird am Ende doch fraglich, ob der überlebende Bruder der Mutter wirklich das letzte Wort hat: »Es herrscht weiterhin Sturm. Andauernder Sturm. Immer noch Sturm. Ja, wir haben das Unrecht begangen – das Unrecht, hier, gerade hier, geboren zu sein.«

Pressestimmen

»‚Immer noch Sturm’ von Peter Handke ist voller Wunder und ein großes dramatisches Gedicht über seine slowenischen Ahnen. Als Welt-, Sprach- und Volksschicksal.«

Gerhard Stadelmaier, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Immer noch Sturm liegt thematisch als Schlusspunkt in einer Linie mit seinem früheren Geniestreich Wunschloses Unglück (1972) und mit seinem bisher besten Roman Die Wiederholung (1986).

Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung

»Handkes Beschäftigung mit dem ehemaligen Jugoslawien, dem Traum- und Sehnsuchtsland seiner Jugend, hat hier ihren Ursprung. Immer noch Sturm zeigt weitere Facetten dieser Sehnsucht.«

Helmut Böttinger, Deutschlandradio Kultur

»Ein poetisches Spiel und ein mal leichthändiges, mal schwerblütiges Alterswerk, in dem sich der Dichter als altes Kind seiner jung gebliebenen toten Vorfahren imaginiert. … Pathos und sakraler Ton, Heldentum und kleinlicher familiärer Zwist, Neckereien und Familientragödien, Verklärung und Entzauberung: Handke baut Positionen auf, nicht um sie zu behaupten, sondern um sie in Frage zu stellen, zu unterlaufen und zu brechen.«

Hubert Spiegel, Frankfuter Allgemeine Zeitung

»Immer noch Sturm ist ein Familienepos, vielleicht Peter Handkes geglücktestes, in jedem Fall sein persönlichstes Stück – ein Werk, das überdies seine frühesten Sprechtheater- und Prosaarbeiten mitschwingen lässt.«

Peter Stephan Jungk, Die Welt

»Spannend an dem gerade mal 166 Seiten starken Buch ist aber nicht nur die Verschränkung von Familien- und Weltgeschichte, sondern auch die literarische Form. In einer Mischung aus Drehbuch und Roman entwickelt Handke seine Szenen in dichten, wortgewaltigen Dialogen, die sein ›Ich‹ mit den familiären Traumgestalten führt.«

Nada Weigelt, Gießener Allgemeine Zeitung

»Peter Handke schreibt ein übergreifendes Opus Magnum und übertrifft sich noch einmal selbst.«

Wolf Grombacher, Märkische Allgemeine

»... Handke gelingt es immer wieder, Poesie in das Geschehen zu bringen, ohne den tiefen Schmerz zu verleugnen. Immer noch Sturm ist mit Sicherheit das persönlichste Stück Handkes und transportiert mühelos große Gefühle. Ebenso sicher ist eine Herausforderung für die szenische Umsetzung. Und schon jetzt einer der vorprogrammierten Höhepunkte der Salzburger Festspiele 2011.«

relevant.at

»Leidenschaftlich und poetisch.«

ORF Radio, Kultur aktuell

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