Amos Oz
Judas - Roman

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler
Leseprobe » Bestellen »


D: 22,95 €
A: 23,60 €
CH: 32,90 sFr

Erschienen: 07.03.2015
Gebunden, 335 Seiten
ISBN: 978-3-518-42479-7
Auch als eBook erhältlich

 

 
 


Spiegel Bestseller Hardcover

FOCUS-Bestsellerliste
SWR-Bestenliste
ORF-Bestenliste
litprom-Bestenliste

 

Inhalt

Das Leben des jungen Schmuel Asch ändert sich im Winter 1959 von Grund auf: Seine Freundin verlässt ihn, seine Eltern melden Konkurs an, und er muss sein Universitätsstudium abbrechen. Verzweifelt findet er Unterschlupf und Arbeit in einem alten Jerusalemer Haus als Gesellschafter für einen behinderten, rhetorisch gewandten Mann. Als Schmuel sein neues Domizil bezieht, begegnet er der schönen und aufregenden Atalja Abrabanel, die beinah doppelt so alt ist wie er. Sie macht ihm unumwunden klar, dass es besser wäre, sich nicht in sie zu verlieben, andernfalls würde er seinen Arbeitsplatz sofort verlieren, wie alle seine Vorgänger. 

Die drei Protagonisten des Romans wohnen zurückgezogen in dem Steinhaus am Rand der Stadt, und zunächst scheint es, als führten sie ein ruhiges Leben. Im Innern des schüchternen und sensiblen Schmuel bricht ein Sturm los. Die Begierde nach Atalja und seine Neugier wandeln sich langsam in eine verzweifelte Verliebtheit. Er beginnt wieder sich mit seiner Forschungsarbeit über »Jesus in der Perspektive der Juden« zu beschäftigen und verliert sich in dem geheimnisvollen Sog, den Judas Ischariot, die Verkörperung des Verrats und der Niedertracht, auf ihn ausübt. Und allmählich entschlüsselt er die Geheimnisse, die in diesem dunklen und einsamen Haus geistern und in die seine Bewohner auf dunkle Art verstrickt sind.

In diesem Roman kehrt Amos Oz zum Milieu einiger seiner bekanntesten Bücher wie Mein Michael und Eine Geschichte von Liebe und Finsternis zurück, in das geteilte Jerusalem der fünfziger Jahre. Die zarte, wilde Liebesgeschichte ist eingebettet in die Landschaft der winterlichen Stadt und in die Ereignisse am Ende der Regierung Ben Gurion. Gemeinsam mit seinem Protagonisten prüft Oz mutig die Entscheidung, einen Judenstaat zu errichten, samt den Kriegen, die sie zur Folge hatte, und stellt die Frage, ob man einen anderen Weg hätte gehen können, den Weg derer, die als Verräter gelten.

Aus dem Buch

»Schmuel Asch, dessen Eltern auf einen Schlag ihre Ersparnisse verloren hatten, dessen Forschungsarbeit aufgehört hatte, dessen Studium an der Universität zu Ende war, dessen Freundin ihn verlassen hatte, beschloss also, die angebotene Arbeit anzunehmen, die sich ihm in dem Haus in der Rav-Albas-Gasse bot.«

Pressestimmen

»Ein grandioser Roman über Verrat und Dissidenz«
Denis Scheck, ARD Druckfrisch

»Oz führt auf virtuose Weise Weltpolitik mit Religionsgeschichte zusammen und stellt so auch das Schicksal Europas in einen erhellenden Zusammenhang.«

Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

» ... Amos Oz ist mit Judas ein reifes Meisterwerk gelungen – ein Roman voller Weisheit und melancholischem Humor, mit runden, glaubhaften Figuren, die einem beim Lesen immer mehr ans Herz wachsen; ein Buch, in dem man wohnen will.«

Hannes Stein, Die Literarische Welt

» ... ein leuchtender Roman. Reich in vielerlei Hinsicht. Melancholisch und auch komisch, anregend und anrührend. Und geschmeidig ins Deutsche übertragen von Mirjam Pressler.«

Martin Oehlen, Frankfurter Rundschau
»Amos Oz gehört zu den großen Schriftstellern der Weltliteratur.«
Süddeutsche Zeitung

»Amos Oz ist ein Meister des Erzählens.«

Neue Zürcher Zeitung

» ... eine bezaubernde Geschichte über die Liebe in ihren verschiedenen Spielarten und die nicht enden wollende Suche danach.«

Katharina Stegelmann, KulturSpiegel März 2015

»Darüber hinaus hat dieser in manchem erfrischend altmodische Roman nun aber auch noch die Kraft, zu zeigen, was Literatur vermag (und weshalb wir schließlich im Ernst lesen): einen gedanklichen Raum zu schaffen, in dem deutlich wird, was für große, teilweise uralte, schwere und teilweise aneinander widersprechende Geschichten auf uns lasten.«

Dirk Knipphals, taz. die tageszeitung

»Die Übersetzungsarbeit aus dem Hebräischen muss bei diesem Buch ebenfalls hervorgehoben werden. Mirjam Pressier verfügt über genügend Sensibilität, um sich dem eigenwilligen Sprachrhythmus von Oz anzupassen. Sie bildet seinen Stil im Deutschen subtil ab. Das Ist die Hohe Schule der Übersetzungskunst.«

Ulf Heise, MDR FIGARO

»… was bedeutet diese Erzählung über Zweifel am Konzept der Staatsgründung und über Judas …? Oz gibt mit der Form des Romans eine Antwort. Den mag er nicht verstanden wissen als Intervention im politischen Streit. Die so mutige wie dramatisch inszenierte künstlerische Auseinandersetzung appelliert an die Fantasie, den idealistischen Verrat als radikale Abweichung vom Mainstream zu denken.«

Stephan Lohr, SPIEGEL ONLINE

Videobeiträge

Audiobeiträge

Nachrichten

Kommentare

»Ein fesselnder, berührender und zugleich sehr nachdenklich stimmender Roman, der mich noch lange begleiten wird. Das nenne ich Weltliteratur!«
Sybille Scheerer, Buchhandlung Roth Offenburg, 26.04.2015

Kommentieren