Otto de Kat
Julia - Roman

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke
Julia
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Erschienen: 23.01.2012
insel taschenbuch 4101, Broschur, 169 Seiten
ISBN: 978-3-458-35801-5

Inhalt

»Julia beherrschte seine Gedanken, nistete sich in sämtlichen Winkeln seiner Seele ein – der Seele, an die er glaubte –, mit einer Liebe, an die auch nur zu denken seine Philosophen ihm nicht erlaubten. Julia. Mit jedem Tag wurde es schlimmer.«
Julia – mit ihrem Mut und ihrer entschiedenen Ablehnung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft hat die junge Deutsche den Holländer Christiaan einst unwiderstehlich in ihren Bann gezogen, als er ihr 1938 in Lübeck begegnete. Fünfzig Jahre später wird Christiaan tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden – er hat sich das Leben genommen. Auf seinem Schreibtisch liegt eine vergilbte deutsche Zeitung vom 2. April 1942 mit einem Bericht über den verheerenden Luftangriff auf Lübeck. Eine Liste verzeichnet die Todesopfer dieser Bombennacht: Der Name Julia Bender ist mit einer Markierung versehen …

Pressestimmen

»Mit Julia, dieser Geschichte einer am Ende tödlichen Liebe, hat Otto de Kat, der Philosoph des beständig Unbeständigen, eine neue Stufe seiner Kunst erklommen: in Form eines Erzählens, … stärker und suggestiver noch als früher mit Genauigkeit und Anteilnahme das thematisiert, was sich in immer neuen Ausprägungen durch sein gesamtes Werk zieht: das Wechselspiel von Liebe und Tod, gepaart mit der Einsamkeit, die seine Figuren in der Welt verlorengehen und ihr Tun letztendlich vergeblich sein lässt.«

Peter Henning, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eindringlich und mit großem Geschick lässt de Kaat dabei in seinem kleinen Roman von einer verpassten Liebe durchscheinen, dass wer seine Träume dem Nützlichen preisgibt, weit Schlimmeres noch riskiert als nur das eigene Leben zu verpassen.«

Neuss-Grevenbroicher Zeitung

»Julia ist nicht nur ein Roman über verpasste Gelegenheiten, sondern auch der so gewagte wie gelungene Versuch, aus der Außenansicht ein deutsches Buch und ein Buch über Deutschland zu schreiben. De Kats Stärke ist dabei wie stets eine durchaus nicht außerliterarische Begabung – man könnte sie Menschlichkeit nennen.«

Christoph Schröder, Der Tagesspiegel

»... in Lübeck (Lübecker Literatur Events) entwickelt sich der Roman Julia gerade zum Bestseller. ... Der Roman ist hervorragend erzählt und psychologisch spannend in Szene gesetzt und sollte viele leser finden - nicht nur in Lübeck.«

Martina Simon, Buchmarkt April 2010

»In einem ruhigen, poesievollen Erzählfluss, der sich kontrapunktisch zur dramatischen Handlung verhält, schildert Otto de Kat das Drama einer verlorenen Existenz.«

Emmanuel van Stein, Kölner Stadt-Anzeiger

»… eine bittere aber lesenswerte Liebes- und Lebensgeschichte …«

Johannes Wagemann, Berliner Literaturkritik

»Es ist auch die Geschichte einer starken Frau. Ein starkes Buch.«

Ingrid Feix, Disput März 2010

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