Thomas Meinecke
Jungfrau - Roman

Jungfrau
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Erschienen: 22.08.2011
suhrkamp taschenbuch 4266, Broschur, 346 Seiten
ISBN: 978-3-518-46266-9

Inhalt

Mary Lou und Lothar heißen  die Protagonisten in Thomas Meineckes Roman. Lothar erforscht das gemeinsame Werk des Theologen Hans Urs von Balthasar und  seiner legendären Amica, der Ärztin der Mystikerin Adrienne von Speyr. Er glaubt sich einem unglaublichen Liebesdrama auf der Spur. Der von den Theaterwissenschaften zur katholischen Theologie und damit zu sexueller Enthaltsamkeit konvertierte Student gerät zunehmend in Gewissenskonflikte, seit ihn die charismatische Klavierspielerin Mary Lou in Versuchung führt.

Gender Trouble que(e)r durch die Jahrhunderte.

Pressestimmen

Mit Jungfrau hat Meinecke, überzeugender noch als in früheren Büchern, einen popkulturellen Arbeitsraum aufgemacht, in dem man sich mit sinnlichem Vergnügen und intellektuellem Gewinn tummelt. aber was heißt hier »popkulturell«? Abelaerd und Héloise, Benedikt XVI., Jutta Hipp und Paul Claudel? Der Sache nach wäre es schwer, diese Phänomene einfach unter pop zu buchen. Pop ist aber, was Meineckes Methode - nicht zu ihrem Nachteil - aus ihnen macht.«
Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung
»Mary Lou und Lothar also heißen sie diesmal, die Protagonisten von Thomas Meineckes neuem Roman, die mit ihren prickelnden Erlebnissen, vor allem aber mit ihren Lektüren und Diskussionen den wie immer bei Meinecke recht dürftigen narrativen Rahmen abstecken für den ganz großen Rest seines Textes - Gefundenes, Transkribiertes, Paraphrasiertes, Zitiertes, Resümiertes, Abgeschriebenes. Diese Art bombastischer Materialsammlung zeichnet Meineckes literarische Produktion seit Tomboy (1998) aus und erreicht mit Jungfrau jetzt einen neuen Gipfel an Mannigfaltigkeit - und reizvoller Unzugänglichkeit. ... Was Meinecke da alles findet, welche im schönsten kulturwissenschaftlichen Sinne verblüffenden Querverweise und Zusammenhänge er herstellt, und welche Begeisterung er über den Möglichkeitsraum dessen, was Menschen so tun und lassen können, vermittelt, das macht ganz einfach wieder Spaß.«
Kirsten Riesselmann, Spex 09/2008

»Jungfrau ist die gelungene Fortführung einer literarischen Praxis, die nicht nur ein Lesevergnügen sondern auch - oder auch: vor allem - ein Feuerwerk geistreicher Ideen und unkonventieoneller Verknüpfungen ist.«

Thomas Ballhausen, Bücherschau 2/2009

»Meinecke hat ein spannendes ... und kluges Buch über Religion, Identität, Sex und Keuschheit geschrieben.«

Ingo Reuter, Praktische Theologie 1/2011

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