Mit
Jungfrau hat Meinecke, überzeugender noch als in früheren Büchern, einen popkulturellen Arbeitsraum aufgemacht, in dem man sich mit sinnlichem Vergnügen und intellektuellem Gewinn tummelt. aber was heißt hier »popkulturell«? Abelaerd und Héloise, Benedikt XVI., Jutta Hipp und Paul Claudel? Der Sache nach wäre es schwer, diese Phänomene einfach unter pop zu buchen. Pop ist aber, was Meineckes Methode - nicht zu ihrem Nachteil - aus ihnen macht.«
Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung
»Mary Lou und Lothar also heißen sie diesmal, die Protagonisten von Thomas Meineckes neuem Roman, die mit ihren prickelnden Erlebnissen, vor allem aber mit ihren Lektüren und Diskussionen den wie immer bei Meinecke recht dürftigen narrativen Rahmen abstecken für den ganz großen Rest seines Textes - Gefundenes, Transkribiertes, Paraphrasiertes, Zitiertes, Resümiertes, Abgeschriebenes. Diese Art bombastischer Materialsammlung zeichnet Meineckes literarische Produktion seit
Tomboy (1998) aus und erreicht mit
Jungfrau jetzt einen neuen Gipfel an Mannigfaltigkeit - und reizvoller Unzugänglichkeit. ... Was Meinecke da alles findet, welche im schönsten kulturwissenschaftlichen Sinne verblüffenden Querverweise und Zusammenhänge er herstellt, und welche Begeisterung er über den Möglichkeitsraum dessen, was Menschen so tun und lassen können, vermittelt, das macht ganz einfach wieder Spaß.«
Kirsten Riesselmann, Spex 09/2008
»Jungfrau ist die gelungene Fortführung einer literarischen Praxis, die nicht nur ein Lesevergnügen sondern auch - oder auch: vor allem - ein Feuerwerk geistreicher Ideen und unkonventieoneller Verknüpfungen ist.«
Thomas Ballhausen, Bücherschau 2/2009
»Meinecke hat ein spannendes ... und kluges Buch über Religion, Identität, Sex und Keuschheit geschrieben.«
Ingo Reuter, Praktische Theologie 1/2011