Adolf Muschg
Kinderhochzeit - Roman

Kinderhochzeit
Leseprobe » Bestellen »


D: 12,90 €
A: 13,30 €
CH: 18,90 sFr

Erschienen: 26.10.2009
suhrkamp taschenbuch 4123, Broschur, 580 Seiten
ISBN: 978-3-518-46123-5

Inhalt

Eine alte Dame sitzt zusammengesunken im Schaukelstuhl. Sie wurde erschossen. Der Name der Toten: Imogen Selber-Weiland, die letzte Nachfahrin und Alleinerbin eines Aluminium-Imperiums in der kleinen Grenzstadt Nieburg. Was ist geschehen? Die Spur führt zurück in die Nazizeit, in der das Familienunternehmen floriert, zu einem harmlosen und doch zukunftsweisenden Kinderhochzeitszug im Jahr 1949 und zu dem Historiker Klaus Marbach, der nach Nieburg gekommen ist, um die Geschichte der Firma zu erforschen …
Kinderhochzeit brilliert mit dem bewährten Muschg-Mix aus spannendem Krimi, ergreifender Liebesgeschichte und scharfer Gesellschaftskritik.

Pressestimmen

»Wahrhaftig: Dies ist ein Schmerzensbuch wie kaum ein anderes. Wie vielleicht Gottfried Kellers Grüner Heinrich ein Schmerzensbuch gewesen ist. Als ein später Nachfahre dieses Künstlers im Scheitern erscheint denn auch Klaus Marbach. Und so fügt sich Adolf Muschgs Roman Kinderhochzeit mit seinem Gottfried-Keller-Buch (1977) und dem Roten Ritter (1993) zu einer Triade der verlorenen Kinder. Denn mit Keller teilt Klaus Marbach die Vaterlosigkeit und eine untilgbare, erdrückende Schuld gegenüber der Mutter, und alle drei – Keller, Parzival und Marbach – suchen zwanghaft nach dem, was ihnen zum wahren Leben fehlt, zum Menschsein, zur Ganzheit. Um am Ende zu erkennen, dass es womöglich der Mangel ist, der sie erst ein Ganzes werden lässt.«
Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung
»Muschgs Prosa ist über weite Strecken eine Freude: luzide, farbig, frei von Jargon und reich an jenen Details, die der Leser nach dem Wort eines anderen grossen Stilisten, Vladimir Nabokov, zu liebkosen hat. Muschg beobachtet glänzend und hat einen wachen Sinn für die Komik am Rand, auch für die Komik, die sich im Morbiden versteckt.«
Michael Maar, Weltwoche
»Wo immer man dieses Buch aufschlägt, man möchte laut daraus zitieren und das Vorgetragene in den höchsten Tönen preisen für seine Präzision und Anschaulichkeit.«
Der Bund

Kommentieren