Hg.: Klaus Antoni
Kojiki – Aufzeichnung alter Begebenheiten - Aus dem Japanischen übersetzt und herausgegeben von Klaus Antoni

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CH: 63,90 sFr

Erschienen: 02.07.2012
Leinen, 825 Seiten
ISBN: 978-3-458-70036-4

Inhalt

Das Kojiki ist das älteste überlieferte literarische Dokument Japans. Es wurde im Jahr 712 als Auftragsarbeit für den japanischen Hof angefertigt. Kaiser Tenmu-tenno wollte zur Vermeidung unrichtiger oder abweichender Überlieferungen das vorhandene Material an Mythen, Genealogien, Sagen und historischen Berichten sammeln, sichten und aufzeichnen lassen, um so eine »wahre« und verbindliche Geschichte des Altertums zu erhalten. Die Chronik beginnt mit der Schöpfung und führt zunächst über Berichte zur Theogonie und über Schilderungen aus dem Leben der Himmlischen zur Erdenfahrt des Enkels der Sonnengöttin und zur Geburt des späteren ersten Kaisers Jinmu. Im zweiten und dritten Buch wird die Reichsgeschichte bis zur Regierungszeit der Kaiserin Suiko (reg. 593-628) erzählt.

 

Jahrhundertelang stand das Kojiki im Schatten des etwas jüngeren Nihonshoki. Erst mit der Meiji-Restauration von 1868 und der Gründung des modernen, sich dabei aber völlig archaisch gebenden Kaiserreiches Japan erlangte das Kojiki die Position einer allgemein anerkannten »Bibel des Shintō«.

 

 

Die zentrale Schrift des Shintoismus, dem nationalen Kult Japans

 

Textprobe:

 

1 Als Diener spreche ich, Yasumaró:

2 Der Urschlamm war bereits geronnen,

3 doch Geist und Form hatten noch keine Gestalt angenommen.

4 Es existierten weder Benennungen noch Handlungen.

5 Wer hätte diese Gestalt erkennen können?

6 Dann aber trennten sich erstmals Himmel und Erde,

7 mit den drei Gottheiten nahm die Schöpfung des Universums ihren Anfang,

8 [die Komplementärprinzipien] yin und yang entfalteten sich,

9 und die beiden Geistwesen wurden zu den Urhebern aller ...

Inhalt

Das Kojiki ist das älteste überlieferte literarische Dokument Japans. Es wurde im Jahr 712 als Auftragsarbeit für den japanischen Hof angefertigt. Kaiser Tenmu-tenno wollte zur Vermeidung unrichtiger oder abweichender Überlieferungen das vorhandene Material an Mythen, Genealogien, Sagen und historischen Berichten sammeln, sichten und aufzeichnen lassen, um so eine »wahre« und verbindliche Geschichte des Altertums zu erhalten. Die Chronik beginnt mit der Schöpfung und führt zunächst über Berichte zur Theogonie und über Schilderungen aus dem Leben der Himmlischen zur Erdenfahrt des Enkels der Sonnengöttin und zur Geburt des späteren ersten Kaisers Jinmu. Im zweiten und dritten Buch wird die Reichsgeschichte bis zur Regierungszeit der Kaiserin Suiko (reg. 593-628) erzählt.

 

Jahrhundertelang stand das Kojiki im Schatten des etwas jüngeren Nihonshoki. Erst mit der Meiji-Restauration von 1868 und der Gründung des modernen, sich dabei aber völlig archaisch gebenden Kaiserreiches Japan erlangte das Kojiki die Position einer allgemein anerkannten »Bibel des Shintō«.

 

 

Die zentrale Schrift des Shintoismus, dem nationalen Kult Japans

 

Textprobe:

 

1 Als Diener spreche ich, Yasumaró:

2 Der Urschlamm war bereits geronnen,

3 doch Geist und Form hatten noch keine Gestalt angenommen.

4 Es existierten weder Benennungen noch Handlungen.

5 Wer hätte diese Gestalt erkennen können?

6 Dann aber trennten sich erstmals Himmel und Erde,

7 mit den drei Gottheiten nahm die Schöpfung des Universums ihren Anfang,

8 [die Komplementärprinzipien] yin und yang entfalteten sich,

9 und die beiden Geistwesen wurden zu den Urhebern aller Gemeinschaften und Dinge.

10 So wechselte er [Izanagi] zwischen [den Welten] der Dunkelheit und des Lichts hin und her,

11 Sonne und Mond traten beim Waschen seiner Augen in Erscheinung,

12 und als er aus den Wassern des Meeres aufstieg und in sie niedersank,

13 da erschienen die Gottheiten des Himmels und der Erde beim Waschen seines Körpers.

14 So also verharrt der Beginn aller Substanz zwar im tiefen Dunkel, doch lernen wir aus den ursprünglichen Lehren von der Zeit, da die Länder empfangen und die Inseln geboren wurden.

15 Liegt der Ursprung auch weit zurück, so gewinnen wir im Vertrauen auf die Heiligen der Frühzeit doch Klarheit über jene Zeitalter, da die Gottheiten geboren wurden und die Menschen entstanden.

            (Aus der Vorrede, 1.0.1-15)

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