Tristan Egolf
Kornwolf - Roman

Aus dem Amerikanischen und mit einem Nachwort von Frank Heibert
Kornwolf
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D: 26,80 €
A: 27,60 €
CH: 36,90 sFr

Erschienen: 12.10.2009
Gebunden, 430 Seiten
ISBN: 978-3-518-42075-1

Inhalt

Owen Brynmor, ein verkrachter Journalist, der mit seinen dreißig Jahren schon zahlreiche Zeitungen im ganzen Land hinter sich gebracht hat, wollte nie mehr zurück nach Stepford, Pennsylvania, in seine Heimatstadt. Aber dann kommt er – um Boxer zu werden. Weil er nebenbei Geld verdienen muß, heuert er als Lokalreporter an und erregt sogleich Aufsehen mit dem Bericht über einen Werwolf, den »Teufel von Blue Ball«, der Stepford in Angst und Schrecken versetzt.

Auf der Suche nach der Legende vom »Kornwolf« stößt Owen auf Ephraim Bontrager, einen stummen Halbwaisen, der sich an den Rändern der diskriminierten Amish-Gemeinde herumtreibt. Mit seinem merkwürdigen Verhalten bringt er das ganze Tal gegen sich auf. Am Ende rottet sich die Bevölkerung zu einer gigantischen Hetzjagd zusammen.

In wem, fragt diese spannende Geschichte, nimmt »das Böse« eigentlich Gestalt an – in einem Monster oder in den Menschen, die Jagd darauf machen? Des Autors Sprachgewalt ist den Katastrophen, die der Roman heraufbeschwört, gewachsen. Ebenbürtig steht Kornwolf neben Monument für John Kaltenbrunner, Tristan Egolfs hochgerühmtem, furiosem Erstling.

Pressestimmen

»Tristan Egolfs Roman ›Kornwolf‹ ist eine beeindruckend erbarmungslose Abrechnung mit der amerikanischen Mehrheitsgesellschaft. … Gerade diese Kompromisslosigkeit macht den Roman aber so ungeheuer beeindruckend, weil einem rein gar nichts einfallen will, das diese fürchterliche Verzweiflung trösten oder auch nur erklären könnte, ohne dass es wie eine Ausrede klänge. «

Marie Schmidt, Die Zeit

»Neben wilden Verfolgungsszenen, detailliert geschilderten Boxkämpfen und historischen Abrissen beschreibt Egolf ausführlich die Subkultur und bietet zugleich das psychologische Porträt einer kleinstädtischen Massenhysterie. Tristan Egolf versteht sich darauf, die dunkle Seite der amerikanischen Populärkultur in Szene zu setzen. Was dabei herauskommt ist große Literatur.«

Florian Schmid, Landshuter-Zeitung

»Kornwolf, der dritte und letzte Roman Egolfs, der nun auf Deutsch erschienen ist, treibt seine Verachtung des American Way of Life und die Vorliebe für exzentrische Underdogs auf die Spitze. Manchmal hat man den Eindruck, einer Weltmeisterschaft der Außenseiter beizuwohnen, denn die drei maßgeblichen Protagonisten sind schräge Vögel par excellence. … Egolfs Bücher sind eine befreiende Antithese zum öden Konformismus des Creative Writing, der einen Großteil der neueren amerikanischen Literatur prägt.«

Mathias Schnitzler, Berliner Zeitung

»Egolfs Kornwolf verkörpert den geschlagenen Underdog, der die Dummheit und Brutalität des wütenden Mobs provoziert und schließlich in ebenso über- wie ohnmächtiger Rache zurückschlägt. Wie dessen Debüt Monument für John Kaltenbrunner zeichnet sich auch Kornwolf durch Egolfs besonderes Vergnügen aus, skurril-drastische Eskalations-Situationen zu schaffen, in denen sich wenigstens kurz eine anarchische Störung der Verhältnisse Bahn bricht.«

Niklas Dommaschk, OPAK Nr.4 Jan - Mrz 2010

Kommentare

Der endgültig letzte Tristan Egolf-Roman - wie traurig ist das denn? Eine Schweigeminute für das Monument Tristan Egolf bitte. Wir werden ihn sehr vermissen. Bleibt eigentlich nur noch, jedermann seine phantastischen Bücher ans kalte Herz zu legen. Lang lebe der Underdog!
Jürgen Hees, Buchhändler bei Herwig in Schwäbisch Gmünd
J. Hees, 21.10.2009

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