Fritz Breithaupt
Kultur der Ausrede

Kultur der Ausrede
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CH: 20,90 sFr

Erschienen: 13.02.2012
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2001, Broschur, 235 Seiten
ISBN: 978-3-518-29601-1

Inhalt

Warum erzählen Menschen? Wie haben sie Erzählen gelernt? Welche kulturellen Leistungen sind mit dem Erzählen verbunden? Und was ist Erzählen überhaupt? Auf diese Fragen gibt Fritz Breithaupt eine verblüffende Antwort. Erzählen erlaubt es, Ausreden vorzutragen. Wer eine Ausrede hat, kann den Kopf aus der Schlinge ziehen. Das Wesen der Ausrede besteht darin, neue, meist komplexere Beschreibungen für bereits beurteilte Handlungen zu liefern. In der ersten Ausrede der Menschheitsgeschichte bekennt Adam zwar, daß er den Apfel aß, bestreitet aber seine Verantwortung, da Eva ihm die Tat eingeflüstert habe. Beginnend mit dieser Urszene, verfolgt das Buch die ineinander verschlungenen Pfade von juristischer Verantwortung und Literatur und zieht dabei auch evolutionsbiologische Erkenntnisse heran.

Pressestimmen

»Der Literaturwissenschaftler Fritz Breithaupt korrigiert in einem sehr anschaulichen Buch das Vorurteil gegenüber der Ausrede.«

Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur

»Breithaupts enregende und wohlformulierte Abhandlung belegt ihre These auf andere Weise, durch sich selbst: Er erzählt eben seine Version der Ursprünge der Kultur. Statt sich als großer Wurf zu gerieren, kommt das Ganze in sympathisch kompakter, fast schon essayistisch leichter Form daher.«

Thomas Gross, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Der Verfasser verbindet - in kulturtheoretischen Arbeiten keineswegs der Regelfallangloamerikanische Klarheit mit teutonischer Gründlichkeit in der methodischen Reflektiertheit und bleibt in der minutiösen Entfaltung von Begriffen und Gedankenschritten stets dem Leser zugewandt.«

Willi Huntemann, literaturkritik.de 10. Oktober/2012

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