Jocelyn Maclure, Charles Taylor
Laizität und Gewissensfreiheit

Aus dem Französischen von Eva Buddeberg und Robin Celikates
Laizität und Gewissensfreiheit
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D: 19,90 €
A: 20,50 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 12.10.2011
Broschur, 148 Seiten
ISBN: 978-3-518-58570-2

80. Geburtstag von Charles Taylor am 5. November 2011

Inhalt

Der Kopftuchstreit in Deutschland und Frankreich, der Mord an Theo van Gogh in den Niederlanden, der Karikaturenstreit in Dänemark: die politische Dimension religiöser Haltungen ist in den letzten Jahren allgegenwärtig. Der Philosoph Charles Taylor gilt als einer der besten Kenner der modernen Religionsgeschichte und als Experte in Sachen Multikulturalismus. Zusammen mit seinem kanadischen Kollegen Jocelyn Maclure versucht er, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie sich eine politische Gemeinschaft gegenüber religiösen Mehrheiten und Minderheiten verhalten sollte.
Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage der religiösen Neutralität des Staates, die in der Moderne unter dem Begriff des Laizismus diskutiert wird. Mit ihr ist das Problem der individuellen Religions- und Gewissensfreiheit aufs engste verbunden. Taylor und Maclure zeigen eindrucksvoll, daß alleine eine »liberal-pluralistische Politik«, die Religion nicht prinzipiell aus der öffentlichen Sphäre ausschließt, unter den Bedingungen heutiger multikultureller Gesellschaften geeignet ist, ein friedliches Zusammenleben und das fundamentale Recht der freien Religionsausübung und Gewissensfreiheit zu gewährleisten.

Pressestimmen

»Wie neutral muss und wie neutral kann der liberal-demokratisch verfasste Rechtstaat in religionspolitischen und religionsrechtlichen Berlangen sein? Die einschlägigen Publikationen zu dieser Frage sind unüberschaubar; ihre Zahl wächst stündlich. Eine kluge und lesenswerte haben im letzten Jahr die kanadischen Philosophen Jocelyn Maclure und Charles Taylor zur Diskussion beigesteuert: Laïcité et liberté de conscience. Das schmale Buch, ein besonnenes und nützliches Argumentarium, ist soeben in (zuverlässiger) deutscher Übersetzung bei Suhrkamp erschienen.«

Uwe Justus Wenzel, Neue Zürcher Zeitung

»Ein Buch wie das von Taylor und Maclure kommt daher genau zur rechten Zeit: Wer in künftigen Moscheebau- und Kopftuchdebatten ... nach einem Leitfaden für eine differenzierte und vernünftige Position sucht, wir bei Taylor und Maclure optimal bedient.«

Maximilian Steinbeis, Deutschlandradio Kultur

»Pünktlich zu seinem 80. Geburtstag Anfang November erschien nun mit Laizität und Gewissensfreiheit ein Werk Taylors, das kürzer, knapper und konziser kaum sein könnte... hinter diesem Büchlein lauert stets der philosophische Großstreit um die Legitimität der Neuzeit. Zu lesen lohnt es sich aber nicht bloß aus intellektuellen Gründen. Wie Taylor und Maclure schrittweise Gedanken entfalten, Argumente mit Gegenargumenten abwägen, Beispiele und Gegenbeispiele heranziehen wie Platon in seinen Dialogen: Das ist vergnüglich und lehrreich, ja in seiner Kunstfertigkeit geradezu erstaunlich.«

Maximilian Probst, Zeit Literatur Nr. 50 Dezember 2011

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