Alois Prinz
Lieber wütend als traurig - Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof

Lieber wütend als traurig
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Erschienen: 23.05.2005
suhrkamp taschenbuch 3725, Broschur, 311 Seiten
ISBN: 978-3-518-45725-2

Inhalt

Mit Anfang Dreißig hatte Ulrike Meinhof erreicht, wovon andere nur träumten: Sie war eine renommierte Journalistin, wohnte mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in einer Villa in Blankenese und gehörte zur linken Partyszene in Hamburg und Sylt. Vielen galt sie als Vorbild ihrer Zeit, und ihr Grundsatz lautete 1962 noch: »Schießenderweise verändert man nicht die Welt, man zerstört sie.« Doch 1970 ließ sie dieses Leben hinter sich, um in den Untergrund zu gehen und mit Andreas Baader und Gudrun Ensslin die Rote Armee Fraktion zu gründen. Von nun an galt sie als »Stimme der RAF« – und als »Staatsfeind Nr. 1«.
Alois Prinz folgt ihren Lebensspuren von der Kindheit im »Dritten Reich«, dem Engagement in der Friedensbewegung, der Auseinandersetzung mit der Schuld der Deutschen für die Naziverbrechen, der Karriere als Journalistin bis zu ihrem Tod in Stammheim. Er erzählt von einem ungewöhnlichen Leben, das auch ein Stück deutsche Geschichte ist.

 

Kommentare

Mit diesem Buch habe ich, damals, während meiner Zeit als Buchhändler auf Sylt, einen ungewöhnlichen Verkaufserfolg erzielt. Gerade auch in einer Bahnhofsbuchhandlung. Eines meiner Lieblingsbücher, die ich immer wieder gerne verkauft habe.
Wo auf einer touristisch-überschwemmten Insel leichte Zerstreuung zwischen Sand und Wellen gesucht wird, ist es schon ungewöhnlich, wenn solch ein Buch immer wieder in die Taschen der Bahnhofskunden wandert.
Rainer Hempen, 06.11.2009

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