Michael Maar
Lolita und der deutsche Leutnant

Mit zwei Erzählungen Heinz von Lichbergs
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D: 6,95 €
A: 7,20 €
CH: 10,50 sFr

Erschienen: 15.08.2005
Gebunden, 99 Seiten
ISBN: 978-3-518-41716-4

Inhalt

Kommt uns das nicht bekannt vor? Ein Mann mietet sich im Ausland in einer Pension ein und verliebt sich in ein blutjunges Mädchen, das am Ende stirbt. Der Name des Mädchens gibt dem Werk zugleich den Titel: Lolita. Der Name des Autors: Heinz von Lichberg.
Es war ein literarhistorischer Coup, der durch die Weltpresse ging. Als Michael Maar jüngst in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nachweisen konnte, daß Vladimir Nabokovs Skandalroman Lolita einen 1916 veröffentlichten Vorläufer des gleichen Titels mit auffallend ähnlicher Handlung hatte, löste die Entdeckung eine Debatte aus, die bis in die russischen Nachrichten und die New York Times vordrang. Der Fall war so spektakulär wie geheimnisvoll. Konnte Nabokov, der von 1922 bis 1937 in Berlin gelebt hatte, auf den Erzählungsband des Berliner Journalisten Lichberg gestoßen sein? War er des Deutschen überhaupt mächtig? Lag hier purer Zufall vor oder Plagiat oder unbewußte Erinnerung? In seinem Band Lolita und der deutsche Leutnant präsentiert Maar neue, gewichtige Indizien, die eine Antwort nahelegen. Neben der Ur-Lolita druckt er eine weitere Erzählung Heinz von Lichbergs ab, die bei Nabokov überraschende Spuren hinterlassen hat.

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