Mário de Andrade
Macunaíma - Der Held ohne jeden Charakter

Aus dem brasilianischen Portugiesisch und mit einem Nachwort und Glossar von Curt Meyer-Clason
Macunaíma
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Erschienen: 19.03.2001
suhrkamp taschenbuch 3198, Broschur, 185 Seiten
ISBN: 978-3-518-39698-8

Inhalt

Macunaíma, "pechschwarz und Sohn der Nachtangst", wurde tief im Urwald geboren, ein kleiner brasilianischer Herkules, der es an Beweisen früher Männlichkeit nicht missen läßt. Schon bald verläßt er seine Sippe, zusammen mit seinen beiden Brüdern, heiratet Ci, die Mutter des Urwalds, und gelangt dann, auf der Suche nach seinem verlorenen Amulett, nach São Paulo, der modernen, hochtechnisierten Millionenstadt.

Nach zahlreichen teils pikaresk-realistischen, teils mythischen Abenteuern kehrt Macunaíma in seine Heimat zurück, auf der Suche nach den Stätten seiner Kindheit. Sein letztes Liebesabenteuer mit der Lagunenjungfrau Uiará hätte ihn beinahe das Leben gekostet. Der aus den Fugen geratenen Welt überdrüssig, verwandelt sich Macunaíma in das Sternbild des Großen Bären.

Mit Macunaíma, einem der Hauptwerke des brasilianischen Modernismus, beginnt sich Brasilien aus seiner literarischen Abhängigkeit von Europa zu lösen, den stilistischen Vorbildern eines abgehalfterten Symbolismus endgültig den Rücken zu kehren.

Pressestimmen

"Das Buch ist ein Akt der Befreiung, frech und überzeugend, der selbstsichere Triumph einer emanzipierten Phantasie."
Hugo Loetscher, Neue Zürcher Zeitung

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