Antoine Volodine
Mevlidos Träume - Roman

Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller
Mevlidos Träume
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D: 26,90 €
A: 27,70 €
CH: 36,90 sFr

Erschienen: 18.04.2011
Gebunden, 446 Seiten
ISBN: 978-3-518-42230-4

Inhalt

Mevlido, ein melancholischer Polizist um die 50, lebt inmitten von Kriegsruinen, in einer heruntergekommenen Wohnung voller Spinnen. Riesige Vogelmutanten, Flüchtlinge aus Lagern und Gulags bevölkern die Ghettos der Stadt. Mevlidos über alles geliebte Frau ist vor fünfzehn Jahren, im Krieg aller gegen alle, von Kindersoldaten gefoltert und ermordet worden.

Eines Tages wird Mevlido von den »Organen« seiner Partei mit einer besonderen Mission beauftragt. Dafür muß er in ein »Zwischenreich« eindringen. Die Eintrittskarte in dieses Reich sind sein gewaltsamer Tod und eine qualvolle Wiedergeburt. Jene, die er in seinem früheren Leben gekannt hat, kann er nun zuweilen sehen, ohne aber von ihnen gesehen zu werden; in ihre Träume kann er sich einschleichen, ohne daß größere Nähe möglich wäre. In seinem neuen Leben findet Mevlido seine Frau wieder. Aber auch ihr kann er sich nicht bemerkbar machen.

Mevlidos Träume ist das Buch eines Visionärs. In furiosen Bildern komponiert Antoine Volodine eine schwindelerregende, höchst beunruhigende Anderswelt. Alles uns Bekannte ist ins Alptraumhafte verzerrt. Aber Ironie und kohlrabenschwarzer Humor lassen daran zweifeln, daß diese Anderswelt Volodines letztes Wort ist.

Pressestimmen

»Er ist ein Meister des Indirekten, der Verfremdung unserer Realitäten. Dabei verliert er nie die Abgründe der ›Bestie Mensch‹ aus dem Blick: die maßlose Gier, die Machtgeilheit, die über die Leichen ganzer Völker geht. Doch nicht die blutig-drastische Beschreibung eines Massakers interessiert Antoine Volodine, sondern die Wirkung des Massakers auf das menschliche Bewusstsein: sei es das Bewusstsein eines Opfers oder das eines Zeugen.«

Christoph Vormweg, Deutschlandfunk

»Willkommen im düsteren Paralleluniversum des Antoine Volodine, das von der ersten Seite an so faszinierend ist, das es einen bis zur letzten Silbe nicht mehr loslässt.«

Alexander Müller, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine furiose Science-Fiction-Geschichte voller humorvoller Passagen.«

frankreich magazin, Amsterdam Herbst/Winter 2011/2012

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