Simon Van Booy
Mit jedem Jahr - Roman

Aus dem Englischen von Claudia Feldmann
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D: 22,00 €
A: 22,70 €
CH: 31,50 sFr

Erschienen: 27.03.2017
Gebunden, 310 Seiten
ISBN: 978-3-458-17699-2
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ein berührender Roman darüber, wie man den einen Menschen findet, für den man bereit ist, sich einer der größten Herausforderungen zu stellen: sich selbst zu ändern.

Ein kleines Mädchen, das seine Eltern zu früh verloren hat. Ein Mann, gebrandmarkt vom Leben und zurückgezogen. Als Jason seine Nichte Harvey bei sich aufnimmt, wissen beide nicht, wie ihr Alltag zu zweit aussehen wird. Doch die Freude, die mit dem Mädchen einkehrt, lässt Jason ahnen, dass er seinem Leben vielleicht doch eine Wendung geben kann – gemeinsam mit Harvey.

 

 

Im Original erschienen unter dem Titel Father's Day (HarperCollins).

Aus dem Buch

»Das ist die Wahrheit, Harvey, nicht das, was auf einem Stück Papier steht oder im Blut, was sowieso keiner sehen kann – sondern die Erinnerung, wie es sich angefühlt hat, zusammen zu sein.«

 

Pressestimmen

»Dieser Roman ist elegant komponiert und fesselt mit seinen schrägen, einfühlsamen Beschreibungen.«

Annemarie Stoltenberg, NDR

»Das gesamte Buch ist großes Kino.«

Andreas Wallentin, WDR

»… so einfühlsam wie poetisch und berührend.«

Morgenpost am Sonntag

»Auf faszinierend schlichte, sachliche, glaubwürdige Art entwickelt Van Booy die Vater-Tochter-Beziehung und beschreibt herzergreifend feinfühlig die vielen kleinen Momente.«

Almuth Wolters, Lesart 2/2017 (Sommer)

»Van Booy schreibt wie Hemingway, nur mit mehr Herz.«

New Hampshire Public Radio

»Van Booy schreibt mit leiser, unsentimentaler Eleganz über die Kräfte, die uns zusammenhalten.«

The Times

»Eine starke Stimme voller Poesie, voller zeitloser Anmut.«

San Francisco Examiner

»Zu erleben, wie der raue Mann und das kleine Mädchen zu Tochter und ›Dad‹ werden, ist berührend und fesselnd ... «

Christine Ritzenhoff, emotion Juni 2017

Kommentare

»Harveys Vatertagsgeschenke

Cover:

Das Bild eines kleinen Mädchens, das seine Hand schützend in die eines Mannes mit kaputten Jeans legt, rührt bereits beim ersten Anblick. Da der Kopf des Mädchens nur halb, der des Mannes gar nicht zu sehen ist, macht das Bild gleich neugierig und passt sehr gut zum beschriebenen Inhalt einer Vater-Tochter-Geschichte. Das Buch als Hardcover mit Schutzumschlag liegt gut in der Hand. Von der Gestaltung her definitiv ein Grund, in der Buchhandlung aufmerksam zu werden.

Inhalt:

Harvey wächst sehr behütet bei Ihren Eltern auf. Ihr Vater ist Juwelier und es fehlt ihr an nichts. Zufällig erfährt sie von Jason, dem Bruder ihres Vaters, der ein böser Mensch sein soll, weil er jemanden blind geprügelt hat. Doch ihr Vater sagt auch, dass er seine Gründe hatte und ein gutes Herz. Als Harvey sieben ist, sterben ihre Eltern bei einem Unfall. So kommt sie zu Jason, der von der Sozialarbeiterin ausfindig gemacht wurde. Obwohl sich dieser anfangs wehrt, nimmt er sich doch Harvey an und Jahr für Jahr wachsen die beiden zusammen.

Mein Eindruck:

Ich bin von Anfang an gut in die Geschichte hinein gekommen. Harvey ist ein aufgewecktes Mädchen, das sehr gut beobachten kann. Der Schreibstil ist trotz der schweren Kost sehr poetisch und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders beeindruckt hat mich ein Zitat vom Anfang der Geschichte, als Harvey sieht, wie eine junge Frau im Geschäft ihres Vaters eine Kette anprobiert.

Nach der kurz beschriebenen Kindheit Harveys folgt ein Sprung von 20 Jahren. Harvey empfängt ihren Vater (Jason) in Paris. In Form von einem Paket von Erinnerungsstücken, die sie ihm an Vatertag überreicht (Originaltitel ist passenderweise "Father's Day"), erinnert sie sich mit ihm zusammen an ihre gemeinsame Vergangenheit. So erfährt der Leser Stück für Stück in Rückblenden, wie die Ereignisse sich entwickelt haben. Anfangs irritierte mich, dass Harvey von ihrem Vater sprach, ohne dass klar war, dass nicht ihr richtiger Vater, sondern Jason damit gemeint war. Das kam erst eine ganze Weile später heraus. Die Erlebnisse zwischen den beiden und wie sich ihre Beziehung entwickelt, sind sehr anrührend geschrieben. Manchmal hatte ich eine Träne im Auge, manchmal musste ich auch schmunzeln. Es macht Spaß die Welt aus Harveys Augen zu sehen und auch Jason versteht man im Laufe des Buches immer besser. Seine Veränderungen fand ich realistisch dargestellt. Am Ende des Buches erfolgt durch Harveys letztes Geschenk nochmal ein richtiger Kracher - eine Wende, mit der niemand rechnen kann. Doch gerade diese Wende, besonders die Erklärung auf der letzten Seite war mir etwas zu dick aufgetragen. Ich habe mir das Buch danach erneut durchgelesen und fand das Ende einfach nicht schlüssig. Sehr schade, sonst hätte ich volle Bewertung gegeben.

Fazit:

Gefühlvolle Vater-Tochter-Geschichte mit unpassender Wende am Schluss«
orfe1975, 20.07.2017

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