Inhalt
Hinter dem enigmatischen Titel finden wir einen der herrlichsten und animierendsten Romane Julio Cortázars, aus dem quirligen Jahr 1968.
Hier sind: ein übermütiger Roman mit den "Tartaren" Polanco und Calac vom Río de la Plata, die in Paris und London ihr ausgepichtes Quasseltum und fröhliches Unwesen treiben (samt Schnecke Oswald); ein Künstlerroman, aber nur ein bißchen, denn Marrast, der Bildhauer, der für eine Pariser Vorortgemeinde einen gallischen Vercingetorix schaffen soll, experimentiert lieber mit der Wirkung eines gezielt ominösen Briefes an Londons Anonyme Neurotiker; und ein Roman der schwierigen Liebe.
Er erzählt von Juan, dem Konferenzdolmetscher, der mit Tell, der "verrückten Dänin" zusammenlebt, und Hélène, der Pariser Anästhesieärztin, die in ihrer Welt wie in einem Kokon lebt, aus dem es keine Verpuppung gibt; von Hélène und der sehr jungen Celia; von Celia und Austin, dem Lautenspieler, der die Elementargrammatik des Französischen und der Liebe lernt; von Marrast und Nicole, der "Malcontenta", die in ihrem Londoner Hotel den x-ten Bilderbuchgnomen malt; von Nicole und Juan und der Traurigkeit des Liebens-und Sichverfehlens; und von Feuille Morte, die das letzte Wort hat.
Der Roman spielt in Paris, London und einem Wien, das sich bis nach Transsilvanien erstreckt. Ihrer Nachtseite können sich die Protagonisten nicht entziehen; ihren Ängsten und Obsessionen begegnen sie in einer nächtlichen Welt der Träume, die weit hineinragt in ihr Tagesbewußtsein. Sie alle sind Bewohner einer Stadt, die auf keiner Karte verzeichnet ist und die um so tiefer in sie eingeprägt ist, als sie sie überall mit sich tragen.
Spielerischer Geist und melancholisches ...
Inhalt
Hinter dem enigmatischen Titel finden wir einen der herrlichsten und animierendsten Romane Julio Cortázars, aus dem quirligen Jahr 1968.
Hier sind: ein übermütiger Roman mit den "Tartaren" Polanco und Calac vom Río de la Plata, die in Paris und London ihr ausgepichtes Quasseltum und fröhliches Unwesen treiben (samt Schnecke Oswald); ein Künstlerroman, aber nur ein bißchen, denn Marrast, der Bildhauer, der für eine Pariser Vorortgemeinde einen gallischen Vercingetorix schaffen soll, experimentiert lieber mit der Wirkung eines gezielt ominösen Briefes an Londons Anonyme Neurotiker; und ein Roman der schwierigen Liebe.
Er erzählt von Juan, dem Konferenzdolmetscher, der mit Tell, der "verrückten Dänin" zusammenlebt, und Hélène, der Pariser Anästhesieärztin, die in ihrer Welt wie in einem Kokon lebt, aus dem es keine Verpuppung gibt; von Hélène und der sehr jungen Celia; von Celia und Austin, dem Lautenspieler, der die Elementargrammatik des Französischen und der Liebe lernt; von Marrast und Nicole, der "Malcontenta", die in ihrem Londoner Hotel den x-ten Bilderbuchgnomen malt; von Nicole und Juan und der Traurigkeit des Liebens-und Sichverfehlens; und von Feuille Morte, die das letzte Wort hat.
Der Roman spielt in Paris, London und einem Wien, das sich bis nach Transsilvanien erstreckt. Ihrer Nachtseite können sich die Protagonisten nicht entziehen; ihren Ängsten und Obsessionen begegnen sie in einer nächtlichen Welt der Träume, die weit hineinragt in ihr Tagesbewußtsein. Sie alle sind Bewohner einer Stadt, die auf keiner Karte verzeichnet ist und die um so tiefer in sie eingeprägt ist, als sie sie überall mit sich tragen.
Spielerischer Geist und melancholisches Lebensgefühl sind hier nicht zu scheiden, und so hat der Leser mit 62/Modellbaukasten einen Roman vor sich, den er immer wieder von neuen Seiten angehen kann: ein Spiel, wie es so übermütig verdreht und andererseits so ernst, tiefgründig und besessen vielleicht nur Julio Cortázar treiben und schreiben konnte.
Sollte der Leser mit dem Anfang des Romans Schwierigkeiten haben, so mag er, ganz im Sinne Cortázars, mit der Lektüre auf Seite 44 beginnen und die Eingangsepisode erst zum Schluß lesen.