Christa Wolf
Moskauer Tagebücher - Wer wir sind und wer wir waren

Herausgegeben von Gerhard Wolf Mit zahlreichen Abbildungen
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D: 22,95 €
A: 23,60 €
CH: 32,90 sFr

Erschienen: 06.10.2014
Gebunden, 266 Seiten
ISBN: 978-3-518-42423-0

Die unveröffentlichten Reisetagebücher
 

Inhalt

»Moskau! Ich hatte mich vorher gefragt, was wohl in Moskau mich als erstes beeindrucken würde.« So beginnen Christa Wolfs Aufzeichnungen über eine Stadt, die sie 1957 zum ersten Mal besucht. Im Oktober 1989, mitten in den Wochen des Umbruchs, tritt sie ihre letzte Reise in die Sowjetunion an. Insgesamt zehnmal ist sie dort, von den Sicherheitsdiensten der UdSSR wie der DDR beobachtet.

Sie folgt als Touristin zusammen mit Dostojewskis Enkel den Spuren des großen Russen in Sankt Petersburg. Fährt mit Max Frisch auf der Wolga nach Gorki. Trifft in Gagra am Schwarzen Meer eine schlagfertige Moskauer Rechtsanwältin. Besucht Vilnius und Riga und steht in Komarowo am Grab Anna Achmatowas. Vor allem aber ist sie eine scharfe Beobachterin der sozialen und politischen Verhältnisse, die die Freundschaft verfolgter Dissidenten wie Lew Kopelew gewinnt.

In den Tagebuchnotizen entsteht ein facettenreiches Bild des Riesenreichs im Wandel, bis hin zu den Tagen des dramatischen Endes, und gleichzeitig erleben wir Christa Wolf im persönlichen Dialog mit sich selbst und den russischen Freunden. Ergänzt werden ihre Aufzeichnungen durch Begleittexte ihres Mannes Gerhard Wolf sowie durch Briefe, zeitgenössische Fotos und Dokumente.

25 Jahre Mauerfall im Herbst 2014

Pressestimmen

»Ihr Moskauer Tagebuch besticht durch die Klarsicht einer belehrbaren Zweiflerin.«

Regina Mönch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Klug, ernst, aufmerksam, wissbegierig, zielstrebig, hochambitioniert. Auf eine heute beinahe unvorstellbare Weise früh erwachsen und doch naiv. Es ist fraglos eine erstaunliche junge Frau, die da im Juni 1957 zum ersten Mal in die Sowjetunion reist und Tagebuch führt.«

Uli Hufen, Deutschlandfunk

»Christa Wolfs Tagebücher ... sind vielleicht gerade wegen der zeitlichen Distanz eine ungemein aufschlussreiche Lektüre für heutige Leser.«

Wilfried Mommert, Neue Luzerner Zeitung

»Willkommene Lektüre für alle, die Christa Wolf verehren, denn diese Texte kannten sie noch nicht. Ebenso wohl für jene, die einst selbst mit der Sowjetunion verbunden waren und sich an Reisen erinnern.«

Irmtraud Gutschke, neues deutschland

»Die Moskauer Tagebücher aus dem Nachlass schildern ungeschönt ihre wachsende Desillusionierung.«

Cornelia Geissler, Berliner Zeitung

»Dieses Buch ... zählt zu den erhellendsten Büchern über die Zeitgenossin Christa Wolf.«

Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung
»Die Tagebücher sind auch und vielleicht gerade wegen der zeitlichen Distanz eine ungemein aufschlussreiche Lektüre für heutige Leser.«
Wilfried Mommert, Frankfurter Neue Presse

»Christa Wolfs Moskauer Tagebücher sind ein höchst interessantes Zeitdokument, das die Autorin ungeschützt in all Ihrer Widersprüchlichkeit zeigt und zum Verständnis ihres Werks beiträgt.«

Claus-Ulrich Bielefeld, rbb kulturradio

»Ein gut ediertes, facettenreiches Zeitdokument, ergänzend zu Biografie und Werk Christa Wolfs zu empfehlen.«

Eleonore Gottelt, ekz.bibliotheksservice

Kommentare

»Der Band ist in seiner Gesamtheit nicht nur ein eindrucksvolles und wertvolles Zeitdokument. Er zeigt zugleich ein sehr persönliches Bild von Christa Wolf auf ihrem Weg von einer jungen zu einer erfahrenen und erfolgreichen Autorin sowie ein faszinierendes Porträt eines facettenreichen wie zwiespältigen Landes. Zu wünschen wäre, dass es auch mit diesem Band gelingt, das Interesse sowohl für die deutsche Schriftstellerin als auch ihre russischen Kollegen lebendig zu halten.«
Constanze Matthes, zeichenundzeiten.com, 03.12.2015

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