Paul Di Filippo
Mund voll Zungen - Ihre totipotenten Tropicanalia. Roman

Aus dem Amerikanischen von Dietmar Dath
Mund voll Zungen
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Erschienen: 15.11.2010
suhrkamp taschenbuch 4183, Broschur, 245 Seiten
ISBN: 978-3-518-46183-9

Inhalt

Jede Seite, jeder Satz dieses Buches ist die Gestaltwerdung eines fiebrigen Traums. Plastisch und tabulos beschreibt Paul Di Filippo eine neue Dimension körperlicher Freuden. Ein sprachgewaltiges Buch der Offenbarung und der Erlösung, das zu den Wurzeln unseres Menschseins vordringt.

Amerika im Jahr 2015. Kerry Hackett unterzieht sich einer unheimlichen Transformation. Sie verschmilzt mit einem parabiologisch erschaffenen Wesen und wird zu einer Art alchemistischer Gottheit: übermenschlich, übersexualisiert und fähig, ihrer Gestalt jede nur erdenkliche Form zu verleihen. Sie verläßt die von einem totalitären Regime beherrschten USA und zieht in den Dschungel Brasiliens. Dort erprobt sie ihre neuen Fähigkeiten an jenen, die sich ihrer für würdig erweisen, und strebt auf eine neue Daseinsstufe zu.

Pressestimmen

»Di Filippos offenherzige und blumige Prosa, die vor Geschmacklosigkeiten und – womöglich ironischen – Übersteigerungen nur so strotzt, ist oft anstößig und unverhohlen pornographisch. Doch hinter den lasziven Posen der Sprache, die sich verführerisch räkelt, manchmal zu viel Schminke trägt und nie mit ihren Reizen geizt, verbirgt sich auch die Geschichte einer mehrfachen Befreiung: von den Fesseln der genetischen Determination ebenso wie von gesellschaftlichen Repressionsmechanismen. … Das ist auf der einen Seite verstörend, ekelhaft und grausam, andererseits aber auch packend, feinsinnig und unwiderstehlich.«

Alexander Müller, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Hier erscheint in der vom Schriftsteller und Drastik-Kenner Dietmar Dath herausgegebenen New Gothic-Reihe Paul Di Filippos Roman Mund voll Zungen, der Pornografie, Science-Fiction und transgressive Literatur in der Tradition von de Sade und Bret Easton Ellis verbindet - und mit einem feministischen Dreh versieht.....ein literarischer Fiebertraum, dessen surreale Exzesse Hollywood überbieten - und YouPorn auch.«

Oskar Piegsa, Spiegel online

»Dieser zweite Band der ›New Gothic‹-Reihe setzt nicht auf gotische Düsternis, sondern beschwört einen fleischlichen Fiebertraum herauf, unter dessen knalliger Oberfläche sprachliche Sensibilität und Mitgefühl für die geschundene Kerry durchschimmern. Lesenswert!«

Christoph Kutzer, ZiMo Magazin März 2011

»Paul di Filippo erzählt diese Geschichte in einem metapherngesättigten, orgiastisch-fiebrigen Stil, mit wildwuchernden grotesken Bildern. ... Überwältigend, in jedem Sinn des Wortes.«

Helmut Petzold, Bayern 2

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