Joseph Beuys
Mysterien für alle - Kleinste Aufzeichnungen

Auswahl und Nachwort von Steffen Popp
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Erschienen: 06.10.2015
Bibliothek Suhrkamp 1492, Gebunden, 198 Seiten
ISBN: 978-3-518-22492-2

Inhalt

Man muss kein Joseph-Beuys-Kenner sein, um sich seine »kleinsten Aufzeichnungen« zu erschließen. Ein ungebundenes Notizbuch in Form fliegender Blätter und Zettel, sind sie über den Kontext des künstlerischen Werks hinaus immer auch als eigenständige Texte, Textbilder lesbar. Begriffsstudie, philosophische Reflexion, poetisches Fragment und politischer Traktat bezeichnen den Raum, in dem sich die Notate bewegen, ohne sich um Definitionen literarischer Genres zu kümmern. Was sie durch mehr als vier Jahrzehnte und über verschiedene Werkphasen hinweg verbindet, ist weniger eine bestimmte Form als das nicht nachlassende Interesse ihres Verfassers, das eigene Denken im Zuge der Niederschrift  zu fokussieren und weiterzutreiben.

Graphisch und vom Gestus her erinnert manches an Unternehmen symbolisch-begrifflicher Weltkartierung etwa Swedenborgs oder Jakob Böhmes, auf die Beuys sich bezogen hat, zugleich sind es unverkennbar Kartierungen seiner eigenen Zeit, die das Verhältnis von Ökonomie und Natur ausmessen, Transzendenz im Menschen verorten, künstlerische und gesellschaftliche Herausforderung engführen und in die Verantwortung des Einzelnen stellen. Ansätze zu Sternkarten für einen irdischen Gebrauch.

Steffen Popps Auswahl zielt – nicht zuletzt im Sinne der Beuys'schen Rede vom »erweiterten Kunstbegriff« – auf das poetische Moment dieser »kleinsten Aufzeichnungen«. Sie lädt zu ihrer näheren Erkundung ein, mit wachem Blick für einen möglichen Gebrauch in der Gegenwart.

Pressestimmen

»Der Geist, der einem aus diesen handschriftlichen Blättern entgegenblickt, ist recht fremd geworden. Vielleicht gerade deshalb ist es von eigentümlichem Reiz, ihm so intim zu begegnen.«
Elke Buhr, monopol – Magazin für Kunst und Leben 11/2015

» ... ein sehr schönes Buch.«

Jan Kuhlbrodt, signaturen-magazin.de

Kommentare

»Das handliche Format und die bibliophile Aufmachung der Publikation bietet einen hervorragenden Anreiz für beides: den lustvollen Erstkontakt und das vertiefende Studium der Kunst von Joseph Beuys. So ist der Blick in den geheimnisvollen Zettelkasten des Künstlers eine wertvolle Ergänzung zu den inzwischen zahlreichen Überblicksdarstellungen seines Werkes.«
Blog Beuys, blogbeuys.wordpress.com, 03.12.2015

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