Alexander Kluge
Nachrichten aus der ideologischen Antike - Marx – Eisenstein – Das Kapital

3 DVDs mit einem Essay von Alexander Kluge. 570 Minuten. 4:3, Farbe und Schwarzweiß. Mono. Deutsche Originalfassung
Nachrichten aus der ideologischen Antike
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D: 29,90 €
A: 30,80 €
CH: 42,50 sFr

Erschienen: 24.11.2008
fes 1, 61 Seiten
ISBN: 978-3-518-13501-3

Inhalt Inhaltsverzeichnis

»Der Entschluß steht fest, das KAPITAL nach dem Szenarium von Karl Marx zu verfilmen«, notierte Sergej Eisenstein am 12. Oktober 1927. Eisenstein, der mit Panzerkreuzer Potemkin (1926) die Filmsprache revolutionierte, wollte Marx’ Buch »kinofizieren«. Die Herausforderung, die von einem solchen Werk ausgeht, so glaubte Eisenstein, würde die Filmkunst von Grund auf umrücken. Ihm schwebte die Anwendung völlig neuer, von James Joyce’ Ulysses abgeleiteter Formen vor: »faits divers«, »emotionale Konvolute« und Reihen »dialektischer Bilder«.

80 Jahre später kommentiert Alexander Kluge Eisensteins monumentalen Plan. Auf drei DVDs sammelt er filmische Miniaturen zu Marx’ Theorie, die uns so nah und so fern ist wie die Antike. Gespräche mit Peter Sloterdijk, Dietmar Dath, Oskar Negt, Boris Groys, Rainer Stollmann und anderen montieren ganz unterschiedliche Perspektiven auf Das Kapital.

Mit Filmen wie Abschied von Gestern (1966) und seiner Beteiligung an dem Kollektivfilm Deutschland im Herbst (1978) ist Alexander Kluge einer der wichtigsten Vertreter des Neuen deutschen Films. Im April 2008 wurde er beim Deutschen Filmpreis mit dem »Ehrenpreis« für hervorragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Nachrichten aus der ideologischen Antike ist keine Verfilmung des »Kapitals« und ist auch keine Rekonstruktion von Eisensteins größenwahnsinnigem Projekt. Ein in sich geschlossenes, nach allen Seiten zugleich offenes »artistisches Kunstwerk« ist das Ganze. Als »artistisches Kunstwerk« hat Karl Marx selbst das »Kapital« bezeichnet, und als solches nimmt Kluge und nehmen beinahe alle von ihm ausgesuchten Gesprächs-, Gesangs-, Musik- und Denkpartner es ernst. Sie begreifen Marx Wurf als eine Art begehbare Installation.«
Ekkehard Knörer, Die Tageszeitung
»Waren neun Stunden wirklich nötig. Die Antwort lautet: Ja. Und mehr wären schön gewesen, denn je länger man sich auf das Marx-Potpourri einlässt, desto intensiver zeigt sich, wie sehr »Das Kapital« die Moderne geprägt hat.«
Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Videobeiträge

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