Leopoldo Brizuela
Nacht über Lissabon - Roman

Aus dem Spanischen von Thomas Brovot
Nacht über Lissabon
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Erschienen: 24.10.2011
insel taschenbuch 4068, Broschur, 724 Seiten
ISBN: 978-3-458-35768-1

Inhalt

Lissabon in einer Novembernacht 1942. Die Stadt ist der letzte Rückzugsort für die Verfolgten des Nazi-Regimes. Hier im Hafen, der Rettung verspricht, liegt die Boa Esperança, das Schiff, das in Richtung Freiheit ablegen wird.
Die Stadt gleicht einem Pulverfaß. Es brodelt vor Unruhe und Angst, es wimmelt von Spionen und Diplomaten in geheimer Mission, von verzweifelten Flüchtlingen aus ganz Europa. In dieser angespannten Lage kreuzen sich die Schicksale ganz unterschiedlicher Menschen. Und je tiefer es in die Nacht geht, desto mehr verstricken sie sich in politischen und erotischen Verwicklungen. Als auf der Boa Esperança eine Bombe explodiert, überstürzen sich die Ereignisse …
Ein packendes Bild eines dramatischen Augenblicks der Geschichte – begleitet vom Herzschlag des Tangos und des Fados.

»Ein großartiger, überaus couragierter Roman über die Zeit der letzten großen Flüchtlingsschiffe.« Jüdische Zeitung

Pressestimmen

»Brizuelas Buch ist immer wieder von neuem aufzublättern, um sich bei  jeder der zufällig gefundenen Passagen an der schönen, manchmal durchaus gesuchten Sprache zu erfreuen. ... Nacht über Lissabon ist ein amüsantes, doch keineswegs oberflächliches Buch – vor allem geeignet zur Lektüre in den langen europäischen Winter- und Frühjahrsnächten.«

Walter Haubrich, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»… ein großes, kunstvoll gestaltetes Mosaik aus unzähligen Storys und Handlungssträngen …«

Thomas Völkner, Hamburger Lokalradio

»Es sind nicht die Dauerenthüllungen, die den Roman ausmachen, es ist die maliziöse Erzählstimme mit ihrer detailversessenen, noch das kleinste Nebengeräusch umschnörkelnden Sprechweise. ... In Brizuelas Nacht über Lissabon wird selbst noch der Wasserkocher mit Pelz umkleidet, und genau darin, in der kalkulierten Übertreibung, liegt der Reiz dieses Geräuschtheaters.«

Jutta Person, Süddeutsche Zeitung

»Leopoldo Brizuelas großartiger, überaus couragierter Roman über die Zeit der letzten großen Flüchtlingsschiffe ist ein in jeder Hinsicht überzeugender Beweis dafür, dass große ambitionierte Literatur alles sein kann, was sie zu wagen imstande ist.«

Jüdische Zeitung Januar 2011

»In ungemein dichter, spinnwebenhafter Sprache führt Brizuela Gerüchte, Intrigen, Panik und Gewalt zusammen – bis die Bombe explodiert. Virtuos komponiert, in bester südamerikanischer Literaturtradition.« Darmstädter Echo

Klaus Honold, Darmstädter Echo

»Leopoldo Brizuela, der für seinen Roman Inglaterra 1999 mit dem argentinischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde, zeichnet in seinem neuen Werk eine Geschichte, in der alle, Akteure und Mitgerissene, ihre Geheimnisse mit sich herumtragen und die Ereignisse schließlich beginnen, sich zu überstürzen.«

Diplomatisches Magazin

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