Cees Nooteboom
Nachts kommen die Füchse - Erzählungen

Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen
Nachts kommen die Füchse
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D: 19,80 €
A: 20,40 €
CH: 34,30 sFr

Erschienen: 09.03.2009
Gebunden, 152 Seiten
ISBN: 978-3-518-42066-9

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Nachts, wenn die Füchse kommen – das sind die Momente, in denen man sich das eigene Leben nicht mehr zutraut, in denen die Angst vor der Dunkelheit überhandnimmt. Daß der Erzähler in schöner Regelmäßigkeit von diesen Füchsen, diesen Ängsten heimgesucht wird, meist morgens gegen fünf, das wissen wenige. Paula weiß es, die Begehrenswerte, die auf dem Cover der Vogue abgebildet war, die rätselhafte Paula. Sie ist der geheime Mittelpunkt der Clique, in der mit Leidenschaft Bakkarat gespielt und mit Verve Geld verloren wird. Daß sie mit dem Erzähler etwas ganz Besonderes verbunden hat, begreift er erst, als der Kasinobesuch in Deauville schon beschlossene Sache ist, als Paula auf die 23 setzt, als der große Hotelbrand von Saragossa längst Geschichte ist.

Neue Erzählungen des großen niederländischen Autors: »Neben der Schönheit seiner Sprache und der Weisheit seiner Gedanken fällt am meisten auf, was man eine helle Melancholie nennen könnte. Wer Nooteboom liest, wird erleuchtet.« Ulrich Greiner, Die Zeit

 

Pressestimmen

»Literatur kann vielerlei, sie kann uns amüsieren, unterhalten, belehren, sie kann uns in die Länder der Träume und der Visionen entführen. Sie kann uns auch zum Nachdenken über die letzten Dinge bringen. Manchmal widerfährt uns der unerwünschte Augenblick der Verlangsamung und des Innehaltens. Ein plötzlicher Windhauch fasst uns von hinten an. Und dann ist dieses großartige Buch ein tröstlicher Begleiter. ... Ein Totenbuch also, aber kein traurig-tristes, sondern eins voller Gelassenheit und Weisheit.«

Ulrich Greiner, Die Zeit

»Ich empfehle Nachts kommen die Füchse von Cees Nooteboom (Suhrkamp). In acht Geschichten erzählt der holländische Autor vom Vergehen der Zeit und von der Vergänglichkeit. In einer wunderbar klaren und schönen Sprache lässt er längst verstorbene Menschen wiedererstehen und schafft magische Momente des Gedenkens. Nootebooms Erinnerungen an all das Vergangene sind melancholisch und bleiben dennoch dem Leben zugewandt. Souveräne Erzählkunst eines alten Meisters.«

Claus-Ulrich Bielefeld, Focus
»Jede dieser Geschichten handelt von Verlust und Tod - doch in welcher Sprache, in welch kraftvoll mutwilligem Rhythmus, mit welch Vertrauen ins Wort! ... Still, dezent und von unglaublicher Wucht.«
Marko Martin, Literarische Welt

»Nootebooms Geschichten erzählen vor allem von den Zurückgebliebenen. Von den verblassten Erinnerungen und staubigen Zeugnissen. Von unauslöschlichen Fußspuren auf einstmals gemeinsam gegangenen Wegen, den legendenhaften Erzählungen, von denen jeder ein wenig und niemand alles weiß. Seine Geschichten sind wie aufblitzende Bilder, Erinnerungsfotografien an einstmals vergangene Tage, deren Gemeinsamkeit das aktuelle Alleinsein umso trister erscheinen lassen. Zugleich sind es hoffnungsschimmernde Zeilen, deren Hauptfiguren in Demut und Dankbarkeit auf die gemeinsamen Zeiten zurückblicken.«

Thomas Hummitzsch, berlinerliteraturkritik.de

»Viel Symbolhaftigkeit und Metaphorik steckt in diesen Erzählungen. Nooteboom beschreibt den Geist einer Generation, die sich voller Schwermut an etwas erinnert: an das Leben, wie verrückt und laut es zugeht und manchmal auch leise und ruhig. Besonnen und voller Erfahrung berichtet der Autor über die Vergänglichkeit des Lebens, und was bleibt ist der berühmte Moment, der einzelne Augenblick, der uns zu dem macht, was wir sind; diese Begebenheiten und Schicksalsschläge, die der Schriftsteller bedacht auswählt und dem Leser auf seine spezielle poetische Art zu erzählen weiß - ein vortrefflicher Erzählband.«

Silke Wodniok, Radar Radio Darmstadt

»Der niederländische Autor Cees Nooteboom ist einer der renommiertesten Schriftsteller der Gegenwart. In seinem neuen Erzählband »Nachts kommen die Füchse« erforscht Nooteboom in acht Episoden die Grenze zwischen Tod und Leben. Es ist ein Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion [...]. Dramaturgisch fein vernetzt, erzählt der Autor vom Leben angesichts des Todes. Es ist ein Plädoyer für das Erinnern.«

3sat Kulturzeit

»Der alte Meister variiert meisterhaft das Thema Tod. ... Denn da ist ein Meister der Sprache am Werk, eher lakonisch als geschwätzig lässt er ganz selten bitteren Humor aufkommen und bringt mit interessanten Rand- und Nebenfiguren, »Deserteuren aus der wirklichen Welt«, Farbtupfer ins Geschehen.«

Buchkultur Nr. 125, August/September 2009

»Nooteboom, der Philosoph unter den niederländischen Schriftstellern, erzählt hier von der hohen Warte des Alters aus von Vergänglichkeit, ohne Furcht, ohne Erwartung, ohne Trost.«

Ulrike Frenkel, Kultur - Kritische Blätter für Kenner und Neugierige Nov 2009

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