»Doch das Besondere ist die Erzählstimme des Autors, die durch alle Tonlagen wandert: eine hinreißende Mischung aus übermütiger Hoffnung und Trauer, aus Fatalismus, überschäumender Begeisterung und trotziger Sehnsucht. Staunend und so liebenswert stur wie Don Quichote irrt unser Orpheusky durch das labyrinthische und stinkende Venedig... «
Nicole Henneberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Vor allem aber ist er eine Kette von überbordenden Gemälden voller barocker Ornamente und Kontraste und eine Orgie der Sprache: Zwischen opulenter Beschreibung und atemloser Aufzählung, von essayistischen Einsprengseln bis zu litaneiartigen Elementen werden hier alle Register gezogen. ... Diese Collage fasziniert auch nach über einem Jahrzehnt seines Erscheinens, auch wenn manche Einzelheiten deutlich Züge ihrer Entstehungszeit tragen. Andruchowytschs Debüt-Roman Perversion ist eine Literatur, die aufs Ganze geht. Gut, dass er endlich auch auf Deutsch zu lesen ist.«
Cornelius Heil, ORF
»Andruchowytsch verknüpft die russische Tradition des Absurden mit dem Post- oder auch Postpostmodernen, ...das Labyrinthische ist Programm, so wie das Spiel auch: ›Der Gestank des Wassers, der Geruch der Frauen, die sterbenden Gebäude, das Gras in den Ritzen zwischen den Steinen, die billigen Kaschemen, die sentimentalen Geschichten, an die man mehr glaubt, als an die Bibel, ...‹ — all das wird in voller Ironie und im heiligen Ernst zugleich beschworen.«
Christoph Schröder, taz. die tageszeitung
»Das Sinnangebot, das Andruchowytsch seiner Leserschaft macht, zeichnet sich durch eine immense Spannweite aus: Liebhaber der Theorie und des abendländischen Bildungsschatzes werden in Perversion ebenso ihre Aha-Erlebnisse haben wie Freunde des volkstümlichen Humors und der niederen Instinkte.«
Klaus Kastberger, Die Presse, Spectrum
»Juri Andruchowytsch hat mir Perversion ein Meisterwerk hingelegt. Voll von Anspielungen, erzählerischen Querschüssen und ausufernder Üppigkeit des Stoffs. Ein wundersamer Orgasmus voller Textsorten und Abschweifungen, eine echte Perversion.«
HS, Buchkultur, Wien Februar / März 2012
»Andruchowytsch spielt mit den Lesern, ihren Erwartungen und Kenntnissen, fordert heraus, verzückt, provoziert und enttäuscht, um gleich wieder von vorn zu beginnen. Man wird hineingesogen in einen Karneval, der alles erlaubt, in dem alles echt ist und auch wieder nicht.«
Mareike Katchourovskaja, Lesart 3/11
»Andruchowytsch hat einen furiosen, geistreichen und welthaltigen Roman verfasst. Seinem Helden, falls er denn ein neues Leben angefangen hat, möchte man gern mal begegnen, auch auf die Gefahr hin, in Gedichte, Untergrundmusik oder Lügengeschichten verwickelt zu werden.«
Gundula Sell, Sächsische Zeitung
»Andruchowytsch reißt den Leser durch überschäumende Fantasie und Sprachkraft mit.«
Karsten Herrmann, Neue Osnabrücker Zeitung