Albert Ostermaier
Polar - Gedichte

Mit einem Nachwort von Michael Althen. Mit zahlreichen Abbildungen
Polar
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D: 20,80 €
A: 21,40 €
CH: 29,90 sFr

Erschienen: 18.09.2006
Gebunden, 138 Seiten
ISBN: 978-3-518-41818-5

Inhalt

Polar ist eine Hommage an das französische Kino der sechziger und siebziger Jahre.
Albert Ostermaier taucht hier, im Gedicht, die Welt in ein kaltes Licht, das den Menschen, Beziehungen und Dingen eisigscharfe Konturen verleiht. Das »kühle« französische Kino hat jedoch bei aller Schärfe immer auch von Sehnsucht gehandelt und davon, wie Gefühle verwischen, was klar vor Augen steht.
Für eine gewisse Stimmung im Hollywood der Kriegs- und Nachkriegsjahre haben die Franzosen den Ausdruck film noir geprägt und die Düsternis in der Schattenwelt der Vorbilder in andere Farbtemperaturen überführt, in ein bläuliches Licht, das mit den grauen Pariser Dächern harmoniert. All ihre Filme haben sich weniger durch Erzählmuster definiert als durch ihre Atmosphäre. Albert Ostermaiers Gedichte erzählen davon, was diese Filme und ihre Geschichten mit uns anstellen, wie sie in uns weiterwirken und welche Abdrücke sie in unserem Empfinden hinterlassen. Weil sie den seltsamen Wegen nachspüren, mit denen die Bilder uns in ihren Bann schlagen.

...
das mädchen der leberfleck über
ihrem lippenbogen das unverbrauchte
pulver an ihren wimpernspitzen sie
schlägt die augen auf was hat er
gesagt die laternen zünden die
schatten der nacht schritte auf glas
die schnitte in den ledersohlen ein
roter schal um ein brückengeländer
gebunden für den gebrochenen hals
...

 »Wenige Poeten sind so verführerisch wie dieser.« Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung

Pressestimmen

»Jean-Pierre Melville hat das harte Schwarzweiß des Film noir in die eintönigen Farben der Vorstädte und des Morgengrauens verwandelt. Polar heißt dieses französische Krimi-Genre, dem Albert Ostermaier nun eine Hommage widmet. Lyrische Collagen über einsame Detektive, die in der Halbwelt von dunklen Geschäften und Rotlichtmilieu einsam auf Jagd gehen - nach Räubern, Mördern und unerfüllter Liebe. Ein melancholischer Metropolen-Monolog, virtuos montiert und sehnsuchtstrunken inszeniert.«
Focus

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