Hans Magnus Enzensberger
Rebus - Gedichte. Vorzugsausgabe in Schuber

Einmalige numerierte und signierte Ausgabe, gedruckt auf alterungsbeständiges Büttenwerkdruck
Rebus
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Erschienen: 20.04.2009
Leinen, 120 Seiten
ISBN: 978-3-518-42072-0

Pressestimmen

»Er kann es immer noch und besser denn je: [...] in den scharfen Wendungen, grimmigen Deutungen und klarsichtigen Weisheiten, mit denen der heute 79-Jährige sich an falsche Freunde und richtige Feinde wendet, schwingen jetzt auch ein wenig Wehmut und Wut über die ewige Wiederkehr desselben mit.«

rs, Focus 18/2009

»Gleich, welchen Stoff Enzensberger aufgreift, sein lockeres, dabei höchst artistisches Parlando, der lyrische Telegrammstil mit seinen wie spontan herausgestoßenen Satz-Ellipsen - sie entfalten einen großen Reichtum an klanglichen und gedanklichen Assoziationen. Erfrischend jongliert Sprachartist Hans Magnus Enzensberger mit Anspielungen aller Art, mit alltäglichen Redewendungen bis zu wissenschaftlichen Theoremen, mit blödelnden Kalauern bis zu geistreichen Verschmitztheiten.«

Heiko Strech, Tagblatt

»Diese Gedichte von Enzensberger schwätzen nicht lyrisch herum, sie verzichten auf lyrische Verneblungsgranaten und kryptische Wortverrenkungen. Sehr formsicher und geistreich hat Enzensberger Kluges und Launiges aufgeschrieben ... Übrigens ein schön ›gemachtes‹ Gedichtbuch, nicht nur ein Gedicht-Bändchen, mit schön gesetzter Schrift. Eine gelungene Vorwärtsverteidigung für das geschundene Genre Gedicht.«

Salli Sallmann, rbb Kulturradio

»Das wurde höchste Zeit.«

Eberhard Falcke, Tages-Anzeiger

»Dem heutzutage vorherrschenden Kritikerton, den Alten Meistern prinzipiell zu widersprechen, muss sich, was Enzensberger betrifft, keiner anschließen. Es ist eine Messe, wie hier den Meistern von Morgen vorgeführt wird, was die Gegenwart für poetische Möglichkeiten bereithält, ohne in selbstverliebtem Wortgerassel zu versinken.«

Michael Wüstefeld, Sächsische Zeitung

»Auch in seinem neuen Band mit Gedichten ist Hans Magnus Enzensberger kein Autor der vielen Worte. Der Ton bleibt kurz, die Gestik klingt wie immer konzentriert, und was an Poesie – an musikalischem Mehrwert – einzubringen ist, verdankt sich mehr den Assoziationen des Lesers als dem Mitteilungsdrang des Schriftstellers: Dieser hält es mit einer ironisch gefärbten Kunst der Andeutungen, während wir die Fäden weiterspinnen sollen. Deshalb passt auch der Titel, der die Klammer über den Texten bildet, genau – »Rebus« meint das Rätselbild, dessen geheime Botschaft aufleuchtet, wenn man nur lange genug gesucht und vor allem nachgedacht hat.«

Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung

»Enzensberger kommt uns auch heute nicht mit langweiligen oder dubiosen Gewissheiten, sondern mit bohrenden Fragen und einem mitreißenden Dennoch.«

Richard Kämmerlings, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Der Dichter spielt hier noch einmal die Rollen seines Lebens durch beziehungsweise: Er spielt die eine Rolle seines Lebens so souverän und schön zickzackartig wie lange nicht. Die Rolle des »Fliegenden Robert«, wie er sich selbst vor beinahe dreißig Jahren bedichtet hat. ... Er fliegt und fliegt in seinem neuen Buch, einmal durch sein Leben, durch die Positionen, durch die Kämpfe seines Lebens. Es ist fast so etwas wie eine Autobiographie in Gedichten, mit allem Zorn der Vergangenheit, der milden Wut, dem Staunen der Gegenwart und einem freundlichen Spott für die Zukunft und ihre Visionäre.«

Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 26.04.2009

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