Bohumil Hrabal
Reise nach Sondervorschrift, Zuglauf überwacht - Erzählung

Aus dem Tschechischen von Franz Peter Künzel
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Erschienen: 24.08.2016
Bibliothek Suhrkamp 1157, Taschenbuch, 89 Seiten
ISBN: 978-3-518-24037-3

Inhalt

Hrabal erzählt die Geschichte des liebeskranken jungen Bahnbeamten Miloŝ. Er tut in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs Dienst in einem kleinen Bahnhof, der an einer wichtigen Strecke liegt. In speziell gesicherten Zügen bringen die Deutschen Verstärkung und Nachschub an die Ostfront, während in Gegenrichtung Lazarettzüge rollen. Wegen einer verdächtigen Verspätung nehmen sie Miloŝ als Geisel, lassen ihn jedoch bald wieder frei. In einer der folgenden Nächte wird Miloŝ von seinem Liebesleiden erlöst. Um so entschlossener beteiligt er sich daraufhin an dem Anschlag auf einen Munitionstransport – und wird schwer verwundet. Hrabal stellt in dieser meisterhaften Erzählung das allzumenschlich Komische und das Entsetzliche hart nebeneinander und verbindet es – mit starker Wirkung.

Pressestimmen

»Die vorliegende Neuauflage dieser Erzählung bietet eine willkommene Möglichkeit, sich erneut dem Werk dieses tschechischen Schriftstellers zuzuwenden, der zurecht als einer der bedeutendsten Klassiker der modernen tschechischen Literatur gilt.«

Volker Strebel, Sudetendeutsche Zeitung

»Zuweilen stellt sich in Hrabals Texten eine melancholische Nostalgie ein. In einer Art von historischem Gedächtnis werden konkrete Schauplätze ausgebreitet und mit existenziellen Gefühlswelten angereichert. Seine Zeitgenossenschaft hat Bohumil Hrabal in höchste Sprachkunst verwandelt. Auf ganz unspektakuläre Weise bildet sein Werk zugleich ein mitteleuropäisches Sittengemälde.«

Volker Strebel, Stifter Jahrbuch 31 | 2017

»Im einen Moment voller liebevoller Ironie und im nächsten Moment voller Tragik, mal erschreckend brutal und dann wieder herzzerreißend schön. Ein kleines Buch über die Menschlichkeit im Angesicht des Krieges und zugleich eine große Parabel über das Leben, die Liebe und den Tod.«

Bernd Keidel, Eisenbahn Journal 2/2017

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