Santiago Roncagliolo
Roter April - Roman

Aus dem Spanischen von Angelica Ammar
Roter April
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D: 19,80 €
A: 20,40 €
CH: 34,30 sFr

Erschienen: 25.02.2008
Gebunden, 333 Seiten
ISBN: 978-3-518-41964-9

Inhalt

Es ist Karwoche in Ayacucho, ein düsteres Spektakel von Blut und Exzeß. Als der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Félix Chacaltana, noch neu auf dem Posten in der Andenprovinz, mit seiner ersten Leiche konfrontiert wird, hofft er auf rasche Abwicklung. Erst aber muß er versuchen, mit den hiesigen Machtverhältnissen zurechtzukommen – der Militärkommandant jedenfalls gibt ihm deutlich genug zu verstehen, daß an einer Aufklärung des Falls hier niemand interessiert ist. Doch die Leiche ist so grausig verstümmelt, die Umstände ihres Auftauchens sind so dubios, daß Chacaltana, der an Gesetz und Ordnung glaubt und alles andere als ein Draufgänger ist, nicht anders kann, als weiterzuforschen. Was sind das für Spuren, die auf die Terrororganisation Leuchtender Pfad hinweisen? Und warum drückt ihm der Militärkommandant eine Dienstwaffe in die Hand? Schon bald hat Chacaltana alle Gewißheiten verloren und sieht sich unversehens selbst in einen Strudel aberwitziger Gewalt gezogen.

Vor dem sehr realen Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Abgründe seines Landes erzählt der junge peruanische Autor einen temporeichen, psychologisch eindringlichen Thriller, wofür ihm sogleich die internationale Aufmerksamkeit zuteil wurde. Roter April erhielt den Alfaguara-Preis 2006 und wird in zahlreiche Sprachen übersetzt.

 

Pressestimmen

»Das friedliche Fest wird zu einem blutigen Alptraum. Roter April von Santiago Roncagliolo ist ein literarischer und psychologisch eindringlicher Thriller. Unbestechlich seziert Roncagliolo die Seele des Peruanischen Volkes.«
3sat, Kulturzeit
»Roter April, der Roman des jungen peruanischen Romanciers Santiago Roncagliolo, beginnt wie ein klassischer Krimi. Doch es steckt mehr dahinter: Roncagliolo ist das Porträt eines Landes gelungen, das sich noch nicht von seinem Trauma erholt hat.«
Christoph Schröder, Der Tagesspiegel
»Mit der Verknüpfung widersprüchlicher Elemente gelingt es Santiago Roncagliolo, den magischen Realismus Lateinamerikas mit moderneren Mitteln noch einmal neu zu erfinden. Man muss sich bei der Lektüre immer wieder sagen, dass der Roman tatsächlich in der Osterzeit des Jahres 2000 spielt, denn dieses literarische Vexierbild eröffnet den Blick in eine archaische Welt, deren von Blut und Verwesung getränkte Erde so bodenlos erscheint wie die Gruben, in denen die Opfer der Terroristenjagd verschwinden.«
Ulrich Baron, Süddeutsche Zeitung
»Dem Verlierer Chacaltana geht nichts über die Vollkommenheit einer präzisen Aktennotiz. Und jetzt wird dieser Mann, dessen einziges Glück darin besteht, täglich seiner vor Jahren verstorbenen Mutter das Bett aufzudecken und die Kleider zurechtzulegen, konfrontiert mit einem Serienmörder, für dessen Verbrechen es keine Sprache im Regelwerk der Justiz zu geben scheint. ... Chacaltana stolpert Mord um Mord aus dem bizarren (sprachlich grandios parodierten) Wirrwarr seiner Aktennotizen in die reale Geschichte seines Landes - und nimmt sie als Gemetzel wahr. Es ist, so die bittere Pointe dieses mitreißenden Romans, seine ganz persönliche.«
Tobias Gohlis, Die Zeit
»Roncagliolo ist zweifellos einer der begabtesten unter den jungen südamerikanischen Erzählern und verfügt dazu über einen sicheren  Blick für die großen Themen seines Landes und seines Kontinents.«
Walter Haubrich, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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