»… erzählen, das kann Joanna Bator. Und Esther Kinsky hat alle Tonarten zwischen Frechheit, Aufgeregtheit und Abgeklärtheit virtuos ins Deutsche geholt.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung
»In den überbordenden Bildern dieses Romans werden die extremen Gefühle einer doppelt traumatisierten Gesellschaft bis an die Schmerzgrenze spürbar. … Deftig … ist dieser fulminante Roman erzählt, doch hat er eine verstörend genaue, politische und anthropologische Seite.«
Nicole Henneberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»...die wichtigste Literaturübertragung aus dem Polnischen seit Dorota Maslowskas genial-rotzigem Debüt Schneeweiß und Russenrot von 2002 oder Wojciech Kuczocks Dreckskerl von 2003. … So sinnlich-detailgenau und erinnerungsgesättigt hat man die sozialistische Kleinstadt- und Plattenbauwelt in der Literatur noch nicht beschrieben gefunden...Piaskowa Góra, Sandberg - es gibt diesen Ort wirklich, denn man kann ihn lesen.«
Richard Kämmerlings, Die Welt
»Große, eindrückliche Literatur.«
Emma Winter 2012
»Diese bildhafte, sinnliche Sprache, mit der sie dem klar vorherrschenden Trostlosen, Groben, Hässlichen, Brutalen in ihrer Geschichte ein Gesicht gibt. Ebenso wie dem Einsamen, den Sehnsüchten und Träumen. Gerne grundiert mit beißender Ironie, ja auch streckenweise mit viel Sinn für Humor. Position beziehend zu Unrecht und Irrglauben. Aber ohne moralinsaure, oberlehrerinnenhafte Attitude.«
Ursula Rütten, WDR5
»Sandberg ist ein Provinzroman von Weltniveau, angesiedelt in der niederschlesischen Kohlestadt Wabrzych. ... Bator erzeugt mit ihrem weit ausholenden erzählerischen Gestus und den liebevoll ausgeschmückten Details einen starken Sog, dem man sich gerne hingibt … .«
Marie Luise Knott, Deutschlandfunk
»Man staunt immer wieder, wie viele Details Joanna Bator zusammenträgt und wie stilsicher sie diese miteinander vermischt, um das Klima jener Zeit einzufangen. ... Dennoch ist es vor allem ihr literarisches Können, das den Sandberg zu einem ungemein eindrucksvollen Gesellschaftsroman macht. Ihr genauer Blick, ihr exzellentes Sprachgefühl und nicht zuletzt ihre Fähigkeit, diesem schlesischen Plattenbau-Mikrokosmos eine universelle Dimension zu verleihen.«
Marta Kijowska, Neue Zürcher Zeitung
»Joanna Bator könnte noch viel haarsträubendere Geschichten glauben machen. ... Es ist ein digressives Erzählen, ironisch, mitleidlos, sarkastisch und, wenn es um Männer geht, oft satirisch. Die quicklebendige, rasch Register wechselnde und sie zudem vorführende Sprache (Übersetzung: Esther Kinsky) sowie die Sympathie für Frauen erinnert deutsche Leser an Elfriede Jelinek. ... Mit streckenweise umwerfendem erzählerischem Furor etabliert Joanna Bator das Fremde und Unreine als Teil der polnischen Nation.«
Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur
»Selten wurde in der jüngeren Vergangenheit eine kaputte Gesellschaft schonungsloser und unerbittlicher beschrieben. Der Text hat, auch in der deutschen Fassung, eine unglaubliche Wucht. Von Joanna Bator wird noch viel zu hören sein.«
Nils Beintker, NDR Kultur
»Ein intensives Buch, das man bis zur letzten Seite verschlingt.«
vital Juni 2011