Louise Erdrich
Schattenfangen

Roman. Aus dem Amerikanischen von Chris Hirte
Schattenfangen
Leseprobe » Bestellen »


D: 17,90 €
A: 18,40 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 21.02.2011
Gebunden, 239 Seiten
ISBN: 978-3-518-42223-6

»Mit jeder seiner temporeichen Seiten wächst der Roman dem Leser stärker ans Herz, und zum Schluss legt man ihn geradezu fassungslos aus der Hand. Er gehört zu den intensivsten und verstörendsten Büchern dieses Frühjahrs.«

Daniel Schreiber, Cicero März 2011

 

Inhalt

Ein grausames Spiel hat sich Irene ausgedacht, als sie feststellt, daß ihr Mann heimlich in ihrem Tagebuch liest. Sie beginnt ein neues, das sie jetzt besser versteckt. Dem vertraut sie ihre wahren Gefühle, ihre Hoffnungen und Enttäuschungen an, die Zweifel an ihrer Ehe, aus der sie nicht loskommt. Das alte Tagebuch führt eine andere Irene. Eine, die ihren Mann wissen lassen will, daß sie ihn nicht mehr liebt, eine, die vorgibt, ihn zu betrügen, eine, die ihm sagen will, daß sie nur noch Verachtung für ihn übrig hat. Es ist der perfide Versuch, die Ehe zu einem Ende zu bringen.  Das Bild, das die beiden nach außen vermitteln, ist ein anderes: zwei, die füreinander bestimmt sind.  Er der Maler, sie die Kunstwissenschaftlerin, seine Muse. Ohne sie kann er nicht malen. Ohne ihn kann sie nicht leben. In Wirklichkeit: ein Paar, aneinander gefesselt durch Haßliebe und ihre Kinder. Sie werden zusammenbleiben, bis daß der Tod sie scheidet.


Louise Erdrich hat mit Schattenfangen einen beeindruckenden Psychothriller geschrieben, konsequent stülpt sie das Innenleben ihrer Protagonisten nach außen und zeigt, wohin es führt, wenn aus Liebe Hass wird.

Pressestimmen

»Das ist ein Buch, das da weiter denkt, wo andere aufhören. Es ist spannend und unterhaltsam, voller erzählerischer Detailfreude, Situationswitz und Tragik. Rasend gut!«

Christiane Geldmacher, culturmag.de

»Schattenfangen von Louise Erdrich ist eine fesselnde Geschichte über Hoffnungslosigkeit einer sterbenden Beziehung, in welcher der Hass zunehmend das Handeln bestimmt.«

Thomas Völkner, Hamburger Lokalradio

»... ein dichtes, kammerspielartiges Psychodrama. Im winterlichen kalten Minnesota zeichnet [die Autorin] mit grausamer Intensität das Bild einer heissen Ehehölle.«

Andrea Bollinger, Basler Zeitung

»Louise Erdrich ist eine bemerkenswerte Schriftstellerin, der hierzulande noch zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wird. Das könnte sich mit ihrem neuen Roman ändern, denn der ist ein kleines Meisterwerk, wenn auch ein eher düsteres.«

Bettina Ruczynski, Sächsische Zeitung

»Ein Roman, der auf eindrucksvolle Weise die Gefahren deutlich macht, die drohen, wenn man einen anderen Menschen ganz vereinnahmen und seinen Schatten fangen will.«

Isa Schikorsky, Lesart 1/2011

»Die Kunst der in Minnesota lebenden Halbindianerin Louise Erdrich besteht darin, ihre Leser geradewegs ins Innere der Hautperson zu verpflanzen. Gebannt folgt man den familiären Verstrickungen bis zum Kollaps.«

buchjournal 1/2011

»Das Werk wartet bis zuletzt mit atemberaubenden Szenen auf. Gekrönt wird dieser meisterhafte Psychothriller durch den einzigartigen Sprachzauber der Prosa, der auch nach der hervorragenden Übertragung ins Deutsche erhalten blieb. Fazit: ein tief unter die Haut gehendes indianisches Liebesdrama in gradezu griechischer Tragödientradition.«

Wilhelmshavener Zeitung

»Louise Erdrich hat mit Schattenfangen einen beeindruckenden Psychothriller geschrieben, konsequent stülpt sie das Innenleben ihrer Protagonisten nach außen und zeigt, wohin es führt, wenn aus Liebe Hass wird.«

Nieder-Eschbacher Anzeiger

Buchtipps

 

Kommentare

Selten hat mich ein Buch so stark beeindruckt, wie dieses hier. Es ist ein Psycho-, Ethno-, Geschlechterdrama. Der Umgang der Autorin mit Sprache ist souverän und virtuos. Die Sprache ist eindringlich, gefühlvoll, ohne sentimental zu werden, oft leidenschaftlich, ohne ins Pathos abzugleiten, und oft, wo es angebraacht ist, scharf geschliffen. Die einzelnen Figuren sind so konturenscharf herausgearbeitet, dass ihre ganze Kompliziertheit und Komplexität sichtbar und spürbar werden. Besonders gelungen sind auch die literarischen Porträts der Kinder mit all ihren Facetten.
Werner Günzel, Markgrafenbuchhandlung, Bayreuth , 24.03.2011

Kommentieren