Louis Begley
Schmidts Einsicht - Roman

Aus dem Amerikanischen von Christa Krüger
Schmidts Einsicht
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D: 22,90 €
A: 23,60 €
CH: 32,90 sFr

Erschienen: 14.11.2011
Gebunden, 415 Seiten
ISBN: 978-3-518-42250-2

»›Charlotte wußte, daß seine einzigen handgeschriebenen Briefe Beileidsbekundungen waren.‹ Was für ein kleiner, genialer Satz. Neun Worte und zwei demolierte Leben.«

Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

 

Inhalt

Schmidt hat alles: Nach seiner vorzeitigen Pensionierung ist der frühere Anwalt Direktor einer Stiftung; eine Aufgabe, die ihn auf Reisen um die Welt schickt. Seine Hoffnung auf ein Enkelkind scheint sich zu erfüllen, die Frauen liegen ihm nach wie vor zu Füßen. Einerseits.

Andererseits hat ihn Carrie, seine jugendliche Freundin, wegen eines anderen, jüngeren verlassen. Jetzt erwartet sie ein Kind und weiß nicht, wer von beiden der Vater ist. Auch Schmidts Tochter Charlotte zieht sich immer mehr zurück, in ihre eigene Welt aus Teilnahmslosigkeit und Hass. Dabei droht sie nicht nur, sich selbst zu zerstören. Einziger Lichtblick ist Alice, eine Frau, die er vor Jahren bewundert hat, und die plötzlich wieder in sein Leben tritt. Doch haben die beiden eine Vergangenheit, die eine gemeinsame Zukunft nicht ganz leicht macht…

Wieder schießt Schmidt nicht selten übers Ziel hinaus und steht sich oftmals selbst im Weg. Was, wenn nach all den Jahren der Liebe und der Einsamkeit die größte Herausforderung noch vor ihm liegt: Was, wenn es an der Zeit ist, sich zu ändern?  

Mit seiner ganz eigenen Leichtigkeit erzählt Begley, der große Romancier, von Zeiten des Aufbruchs und der Angst, loszulassen und dabei vollends zu verschwinden. 

Pressestimmen

»...Begley [bleibt] elegant, aber unsentimental dem Fortgang der Geschichte auf der Spur - manche mögen ihn deshalb für leichter konsumierbar halten. Tatsächlich aber gelingt ihm mit seinem Schmidt-Zyklus die Orientierung an Updikes Gesellschaftsromanen, die ein Kritiker einmal treffend als emotionale Geschichtsschreibung der USA bezeichnet hat. So schildert Begley nicht nur die zwischenmenschlichen Probleme seiner Figuren, sondern lässt sie politische Veränderungen der jüngeren Vergangenheit reflektieren.«

Tilman Urbach, Neue Zürcher Zeitung

»Kühl, elegant und durchweg unromantisch erzählt Begley die Geschichte von Schmidts Einsicht... Die heftigen Erschütterungen, mit denen Louis Begley den Text kontrapunktisch durchsetzt, bannen den Leser bis zur letzten Seite.«

Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»So elegant hat noch selten ein Autor eine Milieustudie angelegt wie Louis Begley...«

Lilo Solcher, Augsburger Allgemeine

»Louis Begley schildert diesen Prozess des endgültigen Erwachsenwerdens ruhig, mit viel Sinn fürs Detail, episch ausgreifend und ausschweifend. … Man muss in dieser Tragikomödie um die Segnungen und Lasten des materiellen Reichtums auf die leisen Töne hören, hinter dem Schleier aus Kultiviertheit und Freundlichkeit, den der Autor um seine Figuren webt, das Dunkle und Abgründige erkennen.«

Claus-Ulrich Bielefeld, Welt kompakt

»Es sind Tragödien, die Begley in ungeheuer eleganter, leichter und distanzierter Sprache schildert, sodass man beim Lesen nur so durch die Seiten fliegt.«

Armgard Seegers, Hamburger Abendblatt

»Ein famos ausgedachter, beeindruckend unsentimental erzählter Roman.«

Profil, Wien 47/2011

»In Begleys mit der Kaltnadel gestochener Prosa scheint unermüdlich ein Scanner zu surren, der die Doppelbödigkeit und den Abgrund des Romanpersonals gnadenlos, aber ohne moralischen Zeigefinger, durchleuchtet. Denn gerade darum geht es: die Wunden und Brüche zu akzeptieren, anstatt sich in Selbstmitleid zu ergehen.«

Huberta von Voss, Die Welt

»Mit leichter Hand ist dieses nunmehr zu einer Trilogie gereifte Werk geschrieben, das Schmidt als Hauptfigur hat. Es ergibt sich eine umfangreiche Milieustudie der New Yorker Upperclass, ähnlich präzis und treffend, wie das Theodor Fontane mit der Gesellschaft Preußens im 19. Jahrhundert gelang. … Begley schreibt über diese Gesellschaft aus eigener Erfahrung, elegant und mit der Präzision eines rhetorisch geschulten Juristen (kongenial übersetzt von Christa Krüger).«

Norbert Mayer, Die Presse, Wien

»Ein Roman, der von Liebe und Zeit und von Millionären handelt … Louis Begley ist der Schriftsteller, der daran erinnert, dass in jedem Kaschmirpullover ein nackter Mann, in jeder Seidenbluse eine nackte Frau steckt – und beides, die Kreatur wie ihre Kostüme, gleichermaßen vergegenwärtigt.«

Julia Schröder, Stuttgarter Zeitung

»Noch einmal macht er sich auf nach Paris. Noch einmal setzt er zu einer letzten, verzweifelten Verführungsanstrengung an. Er will eine zweite, eine letzte Chance. Dass er sie wider aller Erwartung bekommt, gehört zu den Geheimnissen, mit denen Louis Begley seine Leser auch dieses Mal zu verführen weiss.«

Pia Reinacher, Die Weltwoche

»Der alte Autor versteckt die Schwere des Lebens im Leichten des Stils - wie einst der alte Fontane.«

Heiko Strech, St. Galler Tagblatt

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