Christian Goeschel
Selbstmord im Dritten Reich

Aus dem Englischen von Klaus Binder
Selbstmord im Dritten Reich
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D: 21,90 €
A: 22,60 €
CH: 31,50 sFr

Erschienen: 14.11.2011
Gebunden, 338 Seiten
ISBN: 978-3-518-42269-4

Inhalt

Hitler, Goebbels, Bormann und Himmler – sie alle brachten sich um, als »ihr Deutsches Reich« unterging. Die Geschichte des Selbstmords im Dritten Reich zu erzählen bedeutet aber vielmehr, ganz andere Personen in den Blick zu nehmen: Anhänger und Gegner des Regimes, Soldaten und Frauen, verfolgte Gruppen, unter ihnen insbesondere Juden.
Die Motive, die bereits in der Weimarer Republik, verstärkt jedoch während des Zweiten Weltkriegs und nach der Kapitulation zu hohen Selbstmordraten geführt haben, differieren. Diesen unterschiedlichen Motiven nachzugehen, den Menschen hinter den Zahlen ein Gesicht und eine Geschichte zu geben, dieses Verdienst kommt dem Autor dieser bereits mit hoher Aufmerksamkeit bedachten Studie zu.
Christian Goeschels Buch verbindet die sozialen, kulturellen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen mit den Diskursen über Selbstmord und den Einzelschicksalen, die hinter den Selbstmordraten stehen. Der Autor analysiert Presseberichte, Propagandamaterial, Selbstmordstatistiken, Abschiedsbriefe, Polizeiunterlagen, Gerichtsdokumente und wissenschaftliche Abhandlungen aus dem Zeitraum von der Weimarer Republik bis nach der Kapitulation. Er kann zeigen, daß Selbstmord im Dritten Reich eine Option zwischen Selbstbestimmung und Bewahrung der Würde war – und oft die letzte Hoffnung im Angesicht des nationalsozialistischen Schreckens.

Pressestimmen

»Selbstmord im Dritten Reich – das ist ein vielschichtiges Thema voller Widersprüche. Der in London lehrende Historiker Christian Goeschel hat ihm eine Studie gewidmet, die nicht nur vorzüglich lesbar ist, sondern in ihrer multiperspektivischen Herangehensweise auch beispielhaft.«

Oliver Pfohlmann, Neue Zürcher Zeitung

»Selbstmord im Dritten Reich - das ist ein vielschichtiges Thema voller Widersprüche. Der in London lehrende Historiker Christian Goeschel hat ihm eine Studie gewidmet, die nicht nur vorzüglich lesbar ist, sondern in ihrer multiperspektivischen Herangehensweise auch beispielhaft.«

Oliver Pfohlmann, Landshuter Zeitung

»Sein Verdienst ist es, für jede weitere Beschäftigung ein unverzichtbares Fundament gelegt zu haben. Denn sie verschafft dem Leser Einblicke in eine dunkle Folge des nationalsozialistischen Terrors, wie es sie bisher noch nicht gab.«

Martin Hubert, Deutschlandfunk

»Es ist Goeschels Verdienst, erstmals dieses Thema umfassend beleuchtet und dabei den Menschen hinter den nackten Zahlen ein Gesicht gegeben zu haben. Neben den Juden wählten auch viele in die Enge getriebene politische Gegner, Homosexuelle und sonstige Unerwünschte den Selbstmord als einzigen Ausweg, ihre Würde zu bewahren. Wenigstens die Entscheidung über ihren Tod wollten diese Menschen nicht den Nazis überlassen. Mehr als bloße Statistiken, die Goeschels Buch allerdings auch reichlich enthält, entlarven diese persönlichen Schicksale die grausame Wirklichkeit des ›Dritten Reichs.‹«

Sibylle Peine, Eßlinger Zeitung

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