»… ein lustvoll-ironisches Porträt des katalanischen Adels des ausklingenden achtzehnten Jahrhunderts und eine sinnlich-deftige Hommage an Barcelona ...«
Annika Müller, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Man spürt förmlich die Freude, mit der Cabré detailgenau dem dekadenten, nichtsnutzigen Adel Barcelonas nachspürt ...«
Eva Karnofsky, Deutschlandfunk
»Cabrés Roman ... ist purer Lesegenuss - besonders geeignet für Novemberabende.«
Andreas Schinkel, Hessische/Niedersächsische Allgemeine
»Sprachmächtig und spannend baut er seine Geschichte auf und führt die Handlungsstränge elegant zusammen. Häufige Wechsel der Erzählperspektive und viele komödiantische Szenen bringen Tempo in den Ablauf. Hinreißend gezeichnet sind die zahlreichen Charaktere ... Jaume Cabrés Roman verschafft einen kurzweiligen Blick auf die katalanisch-spanische Welt des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts.«
Jochen Peh, Main-Echo
»Cabré situiert seine Geschichte eines Scheiterns im Jahr 1799. Er erzählt sie flott und zeitgemäss, verknüpft Schicksale, kontrastiert Milieus, löst Rätsel – nicht alle –, lockt uns mit sprachlicher Schönheit in eine Welt, die wir bald wegen des menschlichen Gerangels und der schicksalhaften Wendungen als zeitlos erkennen. Spannung baut er auf mit einem schnell geschnittenen Szenenreigen, Nähe schafft er durch sinnlich geschilderte Alltagsszenen, Tiefe bekommt das Buch durch auktoriale Gedanken, die Jaume Cabré dem Richter zuschreibt. ... Jaume Cabrés Erzähltechnik folgt dem Gewinde einer Schraube: Anfangs geht alles leicht dahin, doch in der Hälfte, etwa ab Seite 170, stecken wir schon fest. Da wird aus Geplänkel Grausamkeit ...«
Brigitte Kramer, Neue Zürcher Zeitung
»Cabré hat seine Posse spannend, ironisch und lustvoll inszeniert, auf mehreren Ebenen, mit gleich drei Morden, mit derben Intrigen und reichlich Sinnlichkeit: Die Komparsen, dekadente Aristokraten, gehen auf in einem frivolen Reigen der Promiskuität. Hinter allem glänzt die Kulisse, Barcelona, eine Stadt, die nach Dauerregen metaphorisch im Schlamm versinkt.«
Uwe Stolzmann, Deutschlandradio Kultur
»Ein komödiantisches Sittenbild, prall, lebendig und fesselnd.«
Chemnitzer Morgenpost
»Senyoria spielt zwar vor 300 Jahren, doch das - hervorragend von Kirsten Brandt übersetzte - Buch ist alles andere als ein ›historischer‹ Roman. Nicht nur die Sprache, die Cabré verwendet, mutet in vielem modern an. Die Assoziationen an heutige Personen oder Zustände muss man als Leser nicht erst lange bemühen, sie sind sinnfällig genug. Auch das zeichnet das Können dieses Schriftstellers aus: Er erzählt zeitlose Geschichten, die grundlegende Konflikte und Zustände beschreiben. Und vor allem eines fehlt nicht - Cabrés hintersinniger Humor, der die Protagonisten nicht zu Karikaturen verkommen lässt, sondern diese fernen und darum so nahen Personen trotz aller Antipathie zu dem macht, was sie sind: Menschen.«
Nicole Rodriguez, hr-online.de
»Der Katalane Jaume Cabré, ein routinierter Romanautor und erprobter Verfasser von Drehbüchern für TV-Serien, zaubert, als Meister der Montagetechnik, ... ein heiteres, sprachlich elegant ausgeführtes Sittengemälde, das die Übersetzerin Kirsten Brandt - gefördert vom katalanischen Kulturinstitut Ramon Llull - in ein gelungen leichtes Deutsch zu übertragen weiß.«
Gerhard Drekonja-Kornat, Die Presse
»Hier passt alles zusammen: die historische Atmosphäre, die zeitlose Geschichte, die grandiosen Figurenporträts - ein spannendes Lesevergnügen.«
Kirsten Brandt, Literaturkurier Sep 2009
»Ein literarischer Krimi, großartig übersetzt von Kirsten Brandt ... . Gute Unterhaltung und spannende Lektüre«
Roland Freisitzer, sandammeer.at 10/2009
»Klug, stilistisch schmiegsam, wenn auch gelegentlich zu schematisch, kontrastiert Cabré den eindringlich untergehenden Don Rafel mit dessen astronomischen Studien und dem gänzlich ungerührt über die getriebenen Menschen ziehenden Sternenhimmel.«
Alexander Kluy, Buchkultur Feb/März 2010