Urs Faes
Sommer in Brandenburg - Roman

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Erschienen: 10.03.2014
Gebunden, 262 Seiten
ISBN: 978-3-518-42419-3

Liebe in Zeiten der Dunkelheit

Zwei junge Menschen, noch keine zwanzig: er ein Hamburger Schlaks, aus einer gutbürgerlichen Familie, musisch interessiert; sie mit den dunklen Augen und dem unbefangenen Lachen, Tochter eines Wiener Zeitungsangestellten. Sie begegnen sich, sie arbeiten miteinander, sie verlieben sich – unter außergewöhnlichen Umständen. Im Sommer 1938 bereiten sich Lissy Harb und Ron Berend auf einem Landgut in Brandenburg auf ihre Ausreise nach Palästina vor; es ist eines von mehreren jüdischen Landwerken, sogenannten Hachschara-Zentren, in denen sich, von den Nationalsozialisten nur anfangs geduldet, Jugendliche für das harte Leben im Kibbuz rüsten. Sie alle eint das Ziel, dem Terror zu entkommen, sie alle eint die Hoffnung auf eine Ausreiseerlaubnis.

Sommer in Brandenburg erzählt von der berührenden Beziehung zweier Menschen in einer fast idyllisch anmutenden kleinen Welt. Doch die Außenwelt macht sich in zunehmend barbarischer Weise bemerkbar. Und es ist die Frage, wie eine Liebe zu leben ist, wenn die Spielräume immer kleiner werden.

Leipziger Buchmesse 2014: Länderschwerpunkt Schweiz

Pressestimmen

»Seiner spezifischen Erzähltechnik, seinem eigentlichen schriftstellerischen Anliegen ist Urs Faes auch in diesem Roman treu geblieben.«

Charles Linsmayer, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»In Urs Faes' Prosa glüht die Liebe dunkel und melancholisch wie bei einem García Márquez.«

Malte Herwig, DER SPIEGEL

»Sommer in Brandenburg ein so spannender wie nachdenklicher, sprachlich fein gearbeiteter Liebesroman und zugleich ein herausragender Beitrag für einen neuen Modus des erinnernden Erzählens in Zeiten des Verschwindens der Zeitzeugenschaft.«

Anselm Weidner, Deutschlandradio Kultur

»Urs Faes verleiht den Erinnerungen und Bildern aus dem Gestern eine Lebendigkeit, die sich ›erzählen‹ und ›nacherzählen‹ lässt.«

Theodora Peter, Neue Luzerner Zeitung

»Mit lyrischer Intensität fängt Faes die Landschaft rund um das Landwerk ein, sensibel für jeden Flügelschlag, für die Zeichen einer von Menschengeschichte unberührten und ungerührten zyklischen Zeit der Natur. ... sprachlich feinfühlig und dicht.«

Bettina Kugler, St. Galler Tagblatt

»Der Schweizer Schriftsteller Urs Faes vermag es mit seiner prägnanten und einfühlsamen Erzählkunst, in kurzen pointierten Sätzen eine atmosphärische Dichte zu schaffen und zugleich die faktischen Umstände wie nebenbei in die fiktiven Handlungsstränge und Dialoge einzuflechten.«

Hartmut F. Reck, Märkische Allgemeine
»Urs Faes' positiv erschütterndes Buch erscheint dem Leser mit seinen zahlreichen unvergesslichen Gestalten und intensiv gezeichneten Stimmungsbildern ähnlich unmittelbar und kostbar wie eine eigene prägende Zeit.«
Jüdische Rundschau Juni 2014

»Wie Faes in diesem Text Poesie, Hoffnung, Liebe, Schmerz und Melancholie verschwistert, rührt so an, dass man dieses Buch wieder und wieder lesen möchte.«
 

Uwe Stiehler, Märkische Oderzeitung

Nachrichten

Kommentare

»Es ist ein schwie­ri­ger Weg, der sich den Cha­we­rim in Ahrens­dorf bie­tet, doch eine Alter­na­tive gibt es kaum, denn ihr altes Leben ist zer­stört. Wie diese jun­gen Men­schen auf Hach­schara ihre letzte Chance ergrei­fen, schil­dert Faes ebenso bewe­gend wie die Liebe sei­nes jun­gen Paars. Durch das Nach­er­zählte bin­det er es in das his­to­ri­sche Gerüst und erin­nert so an ein sel­ten behan­del­tes Detail der jüdi­schen Geschichte.«
atalantes.de, 08.05.2014

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