Christa Wolf
Stadt der Engel - Roman

Stadt der Engel
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Erschienen: 21.06.2010
Gebunden, 416 Seiten
ISBN: 978-3-518-42050-8

»Ein merkwürdiges, ein bemerkenswertes Buch, eine Rettung.«

Richard Kämmerlings, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Inhalt

Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlaß einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt - eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Sie beobachtet die amerikanische Lebensweise, taucht ein in die Vergangenheit des "New Weimar unter Palmen", wie Los Angeles als deutschsprachige Emigrantenkolonie während des Zweiten Weltkriegs genannt wurde. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der "Virus der Menschenverachtung" in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt?

In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt sich die Erzählerin einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit, das sie in eine existentielle Krise bringt und zu einem Ringen um die Wahrhaftigkeit der eigenen Erinnerung führt.

Das neue Buch von Christa Wolf ist auch autobiographische Prosa: Sie erzählt von einem Menschenleben, das drei deutschen Staats- und Gesellschaftsformen standhält, von einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, von der Kunst, sich zu erinnern.

"Du bist dabei gewesen. Du hast es überlebt. Du kannst davon berichten."

Der neue große Roman von Christa Wolf: Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud spiegelt das Leben der Autorin, wie in ...

»Ein merkwürdiges, ein bemerkenswertes Buch, eine Rettung.«

Richard Kämmerlings, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Inhalt

Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlaß einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt – eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Sie beobachtet die amerikanische Lebensweise, taucht ein in die Vergangenheit des „New Weimar unter Palmen“, wie Los Angeles als deutschsprachige Emigrantenkolonie während des Zweiten Weltkriegs genannt wurde. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der „Virus der Menschenverachtung“ in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt?

In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt sich die Erzählerin einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit, das sie in eine existentielle Krise bringt und zu einem Ringen um die Wahrhaftigkeit der eigenen Erinnerung führt.

Das neue Buch von Christa Wolf ist auch autobiographische Prosa: Sie erzählt von einem Menschenleben, das drei deutschen Staats- und Gesellschaftsformen standhält, von einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, von der Kunst, sich zu erinnern.

„Du bist dabei gewesen. Du hast es überlebt. Du kannst davon berichten.“

Der neue große Roman von Christa Wolf: Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud spiegelt das Leben der Autorin, wie in Kindheitsmuster immer wieder verbunden mit entscheidenden Momenten deutscher Geschichte.

 

Pressestimmen

»Was Christa Wolf heute mit ihrem Buch Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr.Freud verteidigt, ist nicht ihre moralische, sondern ihre literarische Position, ihre Poetik des offenen Schreibens, jene Form des romanhaften Journals oder journalhaften Romans … eine Form, die heterogenes Material mischt, Zeiten verschränkt und den eher turbulenten als geradlinigen Zustand unseres Denkens und Erinnerns abzubilden sucht. Diese Form setzt die Bereitschaft zur unruhigen, zur vorläufigen und irritierten Erkenntnis voraus, zu Standpunkten, die sich selbst immer wieder in Frage stellen und verwerfen. Die 82jährige Christa Wolf begegnet uns … in der Rolle einer Autorin, die tatsächlich nicht genau weiß, welcher Reisepass für sie der richtige ist. In dieser produktiven Ratlosigkeit liegt die Größe ihres Alterswerks.«

Ursula März, Deutschlandfunk

»Und herausgekommen ist dabei eine gigantische, facettenreiche Lebensbeichte, eingebettet in jenes Jahrhundert, das das Ihre war ... kunstvoll verwoben, kontrastreich gegliedert, unter wechselnder Beleuchtung angestrahlt bietet sich das Mosaik dar, das jetzt vor uns liegt. Ein Zeugnis von Triumph des ordnenden Geistes über das Chaos der Gefühle.«

Tilman Krause, Die Welt

»Es ist das radikale Bekenntnisbuch einer Schriftstellerin, die einst die bedeutendste Autorin der DDR gewesen ist, ein Buch der Suche und des Abschiedsnehmens, ein kämpferisches Buch, ein Buch über die Kämpfe des letzten Jahrhunderts, ein Buch der Verzweiflung ... Sie hat nicht aufgehört nach ihrer Variante der Wahrheit zu suchen. Dieses Buch ist das kalifornische Monument dieser Suche.«

Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»So erfrischend selbstironisch wie in Stadt der Engel war Christa Wolf wohl noch nie. Stadt der Engel, der lang erwartete neue Roman der 81-jährigen Ost-Berliner Autorin, ist vieles: ein Buch der Erinnerung und des Abschieds. Eine waghalsige, in zehnjähriger Schreibarbeit entstandene, atemberaubende Selbstbefragung, ja Lebensbeichte. So ungeschützt präsentierte sich Christa Wolf noch nie. ›Jede Zeile, die ich jetzt noch schreibe, wird gegen mich verwendet werden.‹«

Oliver Pfohlmann, Der Tagesspiegel

»Christa Wolf ist eine Meisterin der deutschen Sprache. Sie überrascht mit längst verschwundenen Wörtern, mit Wortschöpfungen, mit Satzkonstruktionen, die einen schwindelig machen, denen man aber trotzdem ohne Stocken und mit großer Freude an der Vielfältigkeit der Sprache folgen kann. Ich glaube, Stadt der Engel ist Christa Wolfs Offenbarung, vielleicht ihr Vermächtnis.«

Anke Harnack, NDR 2

»...ein autobiografischer, kunstvoll komponierter, fein gewebter, sprachlich brillanter Erlebnis- und Erinnerungskomplex...Vielleicht fallen nach der Lektüre dieses facettenreichen, mutigen, sehr lebendig verfassten Buches auch jene aus allen Himmeln, die die Autorin mehr angebetet haben, als dass sie ihre Bücher kritisch lasen, die eine Moralistin, Feministin, Ökoaktivistin, Mahnerin oder Anwältin der Ostdeutschen in ihr zu sehen glaubten und sie zur Ikone der DDR-Literatur stilisierten, die jene nie hatte sein wollen. Eine von Träumen und Hoffnungen beseelte, in die Konflikte ihrer Zeit verstrickte, vor Irrtümern nicht gefeite Christa Wolf, behaftet mit menschlichen Makeln, die vor sich selber und ihren Lesern Rechenschaft ablegt, rückt dem Leser viel näher.«

Frank Quilitzsch, Thüringische Landeszeitung

»Das Buch spiegelt viel Arbeit mit Vergangenheit wider, viel Mühe mit dem Ich, viel Versöhnung mit dem Leben.«

Sabine Strobl, Tiroler Tageszeitung

»...ein sorgfältig komponiertes Kunstwerk«

Wolfgang Gabler, Ostsee-Zeitung

»Resignative Lebensweisheit und Nachdenklichkeit bestimmen diesen großartigen, irrlichtenden Essay über Erinnerung und Verdrängung.«

Klemens Renoldner, Die Presse

»Diese Selbstzweifel machen Wolfs Buch in dieser Direktheit und Dichte zu einem der bemerkenswertesten literarischen Selbstzeugnisse der Gegenwart.«

Wilfried Mommert, Westfälischer Anzeiger

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