Erling Kagge
Stille - Ein Wegweiser

Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg
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Erschienen: 11.09.2017
Gebunden, 144 Seiten
ISBN: 978-3-458-17724-1
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Was ist Stille? Wo ist sie? Warum ist sie heute wichtiger denn je? Lange hat Erling Kagge sich mit diesen drei Fragen beschäftigt. Angeregt durch Freunde und Wegbegleiter wie Marina Abramović, Jon Fosse, Elon Musk, Børge Ousland und Oliver Sacks, ist er in seinem Buch zu dreiunddreißig Antworten gekommen. Entstanden ist ein Wegweiser für den modernen Menschen auf seiner Suche nach Stille, Ruhe, Frieden – überall dort, wo es laut ist.
»Die Natur sprach zu mir, indem sie sich als Stille präsentierte. Je stiller es wurde, desto mehr hörte ich ... eine ohrenbetäubende Stille.« Der Weltwanderer Erling Kagge musste weit gehen, um ein Gut zu finden, das in unserer Zeit immer wichtiger wird: Stille. Auf seinen Expeditionen – zum Süd- und zum Nordpol, auf den Mount Everest – hat er sie gefunden.
Aber ist Stille auch in der Stadt zu erfahren? Im turbulenten Oslo, wo er lebt? Ja, wenn man bereit ist, die Welt auszusperren und eine Reise in sein Inneres anzutreten, kann man auf dem Weg zur Arbeit, beim Lesen, Stricken, Musikhören, beim Abwaschen, beim Yoga »seinen eigenen Südpol finden«, denn »Stille ist überall«.

Im Original erschienen unter dem Titel Stillhet I Støyens Tid (Kagge Forlag).

Alle Kommentare

»Als Abenteurer und Entdecker gehört er zur Weltklasse, als Schriftsteller ebenso. Dieses atemberaubende kleine Buch lehrt uns, wie wir die kostenbaren Momente der Stille finden – egal, ob wir die Antarktis überqueren, den Mount Everest besteigen oder im Berufsverkehr in einem Zug sitzen.“ «
Sir Ranulph Fiennes, 11.05.2017
»Dieser Roman - oder auch Wegweiser, wie es so schön am schlicht weißen Cover heißt - ist recht schnell gelesen, denn er hat nur 125 Seiten. Und nein, darin findet sich keine Geschichte im eigentlichen Sinne, es ist mehr eine Autobiografie. Denn autobiografisch ist es in jedem Fall, was Erling Kagge da geschrieben hat.

›Ja, reden, genau das soll die Stille tun. Sie soll reden, und du sollst mit ihr reden und das Potenzial nutzen, das darin liegt.‹ (S. 20)

Der Autor hat sich hierin durch und durch über die Bedeutung der Stille ausgelassen.
Was ist das eigentlich genau, diese Stille? Hat sie einen Wert? Hat der ›moderne‹ Mensch in der heutigen Zeit überhaupt noch die Chance, absolute Stille zu erfahren? Wenn nein, wie oder wo ist das dennoch möglich? - Das sind nur ein paar der vielen Fragen, denen Kagge in diesem kleinen Büchlein nachgeht. Und ja, er liefert Antworten dazu. Antworten, die – welch Überraschung - irgendwie still werden lassen. Antworten, die man erst fassen und sich auf der Zunge zergehen lassen muss.

Wenn man ein Buch liest, dann kann man ja meist irgendwie wahrnehmen, in welchem Ton der Inhalt geschrieben wurde, was sich dann auf den Leser überträgt. Und beim Lesen von ›Stille‹ wurde ich nachdenklich, melancholisch, aber auch still. Das Geschriebene hat also durchaus eine gewisse Wirkung bei mir erzielt. Nur ums Stillwerden geht es aber gar nicht. Man muss in weiterer Folge auch verstehen und erfahren wollen, was dann passiert. Im Grunde beschreibt Kagge in seinem Buch auf sehr eindrucksvolle Weise und durch persönliche Erlebnisse das gesamte Wirkungsspektrum von Stille. Für mich war der Buchinhalt hochinteressant und das, obwohl ich mit der Thematik bereits vertraut bin.

›Die Stille um dich herum kann viel enthalten, aber für mich ist die interessanteste Stille diejenige, die in mir ist. Eine Stille, die ich in gewisser Weise selbst schaffe.‹
(S. 33)

Für jemanden, der noch nie über Stille nachgedacht hat und/oder über das, was mit selbiger einhergeht, dürfte dieses Buch ein kleiner Schatz sein, den es zu entdecken und zu bestaunen gilt. Von mir gibt es dafür also eine unbedingte Leseempfehlung!«
Janine2610, 31.10.2017
»Habe dieses wunderbare Buch als Buchgewinn bekommen. Ein Gewinn in mehrfacher Hinsicht:
Dieses Buch ist ein Erlebnis, allein der Einband: sehr weiss, sehr still - darunter ist die Hektik und das Chaos, das Papier ist wunderbar weich und angenehm. Also vor Beginn ein Erlebnis.
Auf der Suche nach der Stille, sie zu spüren oder sie beschreiben zu wollen, unternimmt der Autor mehrere Ansätze, das unbeschreibliche und doch erlebbar zu machen. Es sind kleine Geschichten, die der Autor selber erlebt hat. Er ist jedoch ziemlich priviligiert beim Stilleerfahren. Er reist extrem.
Aber die Stille ist ja in uns und wir können sie täglich erleben - so lehrt es der Autor. Aber wenn man sie nicht in sich selber finden kann, gibt es Wege denen man folgen kann.
Natürlich wiederholen sich die Ansätze und es erscheint manchmal eher ein Mantra als neue Ansätze in den Kapiteln. Aber es ist auch kein Buch, das man auf einmal durchlesen sollte, sondern ein Häppchenbuch für den Nachtisch oder den Schreibtisch für zwischendurch ein wenig Stille erfahren oder erleben.«
Grete Bauer, 07.10.2017
»Ein äußerst kluger und inspirierender Text.«
Tanja Neuhaus, Buchhandlung Leselust, 09.09.2017

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