Sergio Álvarez
35 Tote - Roman

Aus dem Spanischen von Marianne Gareis
35 Tote
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D: 14,95 €
A: 15,40 €
CH: 21,90 sFr

Erschienen: 14.03.2011
suhrkamp taschenbuch 4250, Klappenbroschur, 546 Seiten
ISBN: 978-3-518-46250-8

Inhalt

»Wer in diesem Land niemanden getötet hat, der hat keine Zukunft.«

Atemberaubend, erschütternd, fesselnd

»Ich wuchs in einer marxistischen Kommune in Bogotá auf. Doch die Träume von der Revolution platzten, nicht zuletzt wegen amouröser Verstrickungen. Das Leben draußen auf der Straße lockte mit Salsa, Mädchen und kleineren Überfällen. Irgendwann wagten wir uns an größere Geschäfte. Aber die Drogenmafia kennt keine Gnade, und als immer mehr meiner Freunde getötet wurden oder verschwanden, mußte auch ich fliehen. Damit begann meine Wanderschaft durch Kolumbien, auf der ich philosophierenden Drogenhändlern, geschäftstüchtigen Marionettenspielern und freundlichen Mördern begegnet bin. Genausowenig wie ich die Frauen verstehe, die mir immer nur Unglück bringen, begreife ich, wie dieses Land funktioniert, wer auf welcher Seite steht und wo mein Platz ist.«

Dem magischen Realismus von García Márquez' Hundert Jahre Einsamkeit setzt Sergio Álvarez mit 35 Tote einen kraftvollen Roman entgegen, der die jüngere Geschichte Kolumbiens genauso drastisch realistisch wie unterschwellig humorvoll erzählt.

Nach Hundert Jahre Einsamkeit – der große Kolumbien-Roman

Pressestimmen

»Trotz aller Finsternis bewahrt der Tonfall stets eine Sinnlichkeit und Leichtigkeit mit großen humoristischen Qualitäten und burlesk anmutenden, dabei aber nie ins Vulgäre entgleitenden Szenen. … Der Rhythmus der Musik dominiert auch die Sprache, und diese Vitalität des Erzählens und der Figuren, durch die Übersetzung von Marianne Gareis lebendig ins Deutsche transportiert, bietet den Grundakkord des Romans, den auch die Geschützsalven des Bürgerkriegs nicht übertönen können.«

Florian Borchmeyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Viele lateinamerikanische Autoren haben versucht, mit Familiengeschichten an den Erfolg von Garcia Marquez' Roman anzuknüpfen und sind über Kopien selten hinausgekommen. Sergio Álvarez jedoch gelingt etwas Eigenes. Er bildet auf gut 500 Seiten sein Land mit all seinen Schwächen ab und liest den Kolumbianern ohne erhobenen Zeigefinger die Leviten. Und dies auch noch spannend, denn der Leser empfindet Empathie für den namenlosen Erzähler und hofft, dass es ihm irgendwann gelingen möge, sein Leben in geordnete Bahnen zu lenken.«

Eva Karnofsky, Deutschlandradio

»...atemberaubende, anrührende, wunderbar poetisch verklärende Prosa, die vibirert, verzaubert, mitreißt.«

Bernhard Windisch, Nürnberger Nachrichten

»Neun Jahre lang arbeitete Sergio Álvarez an seinem epochalen Kolumbienroman 35 Tote. Herausgekommen ist das sprach- und bildgewaltige Porträt eines tief zerrütteten Landes, in dem die Drogenmafia Journalisten, Richter und Politiker umbringt. ... Drastisch und poetisch zugleich.«

Karoline Laarmann, einslive.de

»Ein ausuferndes Buch, dessen Schrecken man sich nicht entziehen kann und das lehrt, was es bedeutet, im Bürgerkrieg zu überleben.«

Werner Schuster, eselsohren.at

»Ein atemberaubender Thriller und schonungsloser Gesellschaftsroman.«

Morgenpost am Sonntag, Dresden

»Dennoch ist das Buch dank Álvarez' erzählerisch starker Ausdrucksweise und der leicht nachvollziehbaren Syntax unterhaltsam und spannend zu lesen...«

Marcel May, Rezensöhnchen. Zeitschrift für Literaturkritik, Bamberg 48 [Juli 2011]

Audiobeiträge

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