Lutz Seiler
Turksib - Zwei Erzählungen

Turksib
Leseprobe » Bestellen »


D: 12,80 €
A: 13,20 €
CH: 18,90 sFr

Erschienen: 28.01.2008
Bütten-Broschur, 46 Seiten
ISBN: 978-3-518-41968-7

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Lutz Seiler wurde mit seinen Lyrikbänden pech & blende (2000) und vierzig kilometer nacht (2003) bekannt. 2007 trat er beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb erstmals mit einer Erzählung an die Öffentlichkeit  und wurde für Turksib einhellig zum Sieger gekürt.

Ilma Rakusa beschreibt den Reiz des Textes: »Lutz Seilers Turksib schildert – mit einer ins Poetisch-Groteske gesteigerten Genauigkeit – eine winterliche Zugfahrt durch radioaktiv verseuchte kasachische Landschaften. Ein kleiner Geigerzähler signalisiert das Gefahrenpotential, während die Begegnung des deutschen Ich-Erzählers mit einem Heizer, der Heine zitiert, russisch-deutsche Freundschafts- und Feindschaftsverhältnisse hochkochen läßt. Auf engstem Raum gelingt es Seiler, prekäre Gegenwart und Vergangenheit einzufangen und eine Bahnfahrt zum komplexen Gleichnis einer komplexen Wirklichkeit zu machen. Reiseprosa auf höchstem Niveau, voller Anspielungen und motivischer Bezüge, die Satz für Satz offenbart, was Sprache kann, wenn sie ihre poetische Kraft entfaltet.«

Die in diesem Band ebenfalls enthaltene Erzählung Die Anrufung zielt auf den Ursprung dieser Sprache. Die Prüfungsfrage seines Professors nach dem Begriff »Schönheit« versetzt den Erzähler in eine akustische Sensation seiner frühen Kindheit: die Entdeckung der eigenen Stimme.

Pressestimmen

»Titelgebend ist die Erzählung, mit der der im Wilhelmshorster Ernst-Huchel-Haus lebende Lutz Seiler im vergangenen Jahr den renommierten Bachmann-Preis gewann. … Seilers Prosa merkt man den langjährigen Lyriker an. Schon nach wenigen Sätzen wird hier ein Ton angeschlagen, entstehen ausdrucksstarke Bilder, die oft nur Gedichten innewohnen. Hier begegnet einem das übliche Paradox guter Literatur: Mittels einfachster Sprache entstehen die klarsten und überzeugendsten Bilder. … Wie Seiler hier mit der Sprache diese Erinnerungen malt, macht diesen schmalen Erzählband fast zu einem kleinen Wunder.«
Der Tagesspiegel
»So schenken die beiden Erzählungen intensive, hochpoetische Momentaufnahmen und sind zu gleich dichtungstheoretische Miniaturen eines Lyrikers, der unter die Erzähler kam.«
Neue Zürcher Zeitung
»Lutz Seiler verblüfft mit intensiven Bildern von lyrischer Genauigkeit. ... So schenken die beiden Erzählungen intensive, hochpoetische Momentaufnahmen und sind zugleich dichtungstheoretische Miniaturen eines Lyrikers, der unter die Erzähler kam.«
Angelika Overath, Neue Zürcher Zeitung

Veranstaltungen

Kommentieren