John Rawls
Über Sünde, Glaube und Religion

Mit Kommentaren von Joshua Cohen, Thomas Nagel und Robert Merrihew Adams Mit einem Nachwort von Jürgen Habermas Aus dem Amerikanischen von Sebastian Schwark
Über Sünde, Glaube und Religion
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D: 26,90 €
A: 27,70 €
CH: 36,90 sFr

Erschienen: 11.10.2010
Gebunden, 344 Seiten
ISBN: 978-3-518-58545-0

»Der sorgfältig kommentierte und mit einem Essay von Jürgen Habermas ergänzte Band ist nun erschienen: eine kleine Sensation - nicht nur für Rawlsianer, die die Entwicklung des Rawls'schen Denkgebäudes verfolgen, sondern für all diejenigen, die sich für die Begründung einer weltlichen Gesellschaft interessieren, die das friedliche Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen ermöglicht.«

Marius Meller, Deutschlandradio Kultur

Inhalt

John Rawls hat sich in keinem seiner publizierten Werke systematisch mit Fragen der Religion auseinandergesetzt und auch darüber, wie er es persönlich mit dem Glauben hält, stets Diskretion bewahrt. Wenig überraschend also, dass der Autor der Theorie der Gerechtigkeit zeitlebens als »religiös unmusikalisch« galt. Nach Rawls' Tod wurden jedoch zwei Texte entdeckt, die zu einer gründlichen Revision dieses Bildes zwingen: seine »Senior Thesis«, 1942 eingereicht an der Philosophischen Fakultät der Universität Princeton, sowie ein kurzer, sehr persönlicher Text aus den neunziger Jahren. Die frühe Arbeit zeigt einen brillanten Studenten mit enormer Kenntnis sowohl der philosophischen als auch der theologischen Tradition, der sich dem klassischen Versuch widmet, religiöse Überzeugungen als nicht verhandelbare Bestandteile einer echten menschlichen Gemeinschaft zu verteidigen. Politik, Ethik und Theologie, so die zentrale These, haben ein gemeinsames Ziel: mit der Sünde – dem Bösen – in der Welt fertig zu werden. Der fast 50 Jahre später entstandene Text, der in Rawls' Computer gefunden wurde, ist von ganz anderer Art. Hier gewährt uns der Vordenker des politischen Liberalismus einen Einblick in seine Biographie und schildert auf eindringliche Weise, wie er als Soldat ...

»Der sorgfältig kommentierte und mit einem Essay von Jürgen Habermas ergänzte Band ist nun erschienen: eine kleine Sensation - nicht nur für Rawlsianer, die die Entwicklung des Rawls'schen Denkgebäudes verfolgen, sondern für all diejenigen, die sich für die Begründung einer weltlichen Gesellschaft interessieren, die das friedliche Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen ermöglicht.«

Marius Meller, Deutschlandradio Kultur

 

Inhalt

John Rawls hat sich in keinem seiner publizierten Werke systematisch mit Fragen der Religion auseinandergesetzt und auch darüber, wie er es persönlich mit dem Glauben hält, stets Diskretion bewahrt. Wenig überraschend also, dass der Autor der Theorie der Gerechtigkeit zeitlebens als »religiös unmusikalisch« galt. Nach Rawls' Tod wurden jedoch zwei Texte entdeckt, die zu einer gründlichen Revision dieses Bildes zwingen: seine »Senior Thesis«, 1942 eingereicht an der Philosophischen Fakultät der Universität Princeton, sowie ein kurzer, sehr persönlicher Text aus den neunziger Jahren. Die frühe Arbeit zeigt einen brillanten Studenten mit enormer Kenntnis sowohl der philosophischen als auch der theologischen Tradition, der sich dem klassischen Versuch widmet, religiöse Überzeugungen als nicht verhandelbare Bestandteile einer echten menschlichen Gemeinschaft zu verteidigen. Politik, Ethik und Theologie, so die zentrale These, haben ein gemeinsames Ziel: mit der Sünde – dem Bösen – in der Welt fertig zu werden. Der fast 50 Jahre später entstandene Text, der in Rawls' Computer gefunden wurde, ist von ganz anderer Art. Hier gewährt uns der Vordenker des politischen Liberalismus einen Einblick in seine Biographie und schildert auf eindringliche Weise, wie er als Soldat im Zweiten Weltkrieg den Glauben seiner Jugend verlor – einen Glauben, der ihn sogar zeitweise mit dem Gedanken spielen ließ, Priester zu werden. Rawls war, wie sich jetzt herausstellt, nie Atheist, aber er schließt diese bewegende Selbstauskunft über »seine Religion« mit der Überzeugung, daß ein Nontheismus nichts sei, vor dem man sich in politischer Hinsicht fürchten müsse: »Der Nontheismus ist vereinbar mit dem religiösen Glauben; und sogar der Atheismus muß toleriert werden, denn in Religionen sind Überzeugungen nicht strafbar; strafbar können nur Taten sein.«

Pressestimmen

»Ein beinahe siebzig Jahre altes Buch, das auf der Höhe der Zeit ist.«

Alexander Riebel, Die Tagespost

»Kein lesender Teilhaber an christlichen Soziallehren wird auf John Rawls‘ (1921-2002) Über Sünde, Glaube und Religion verzichten können.«

Henning Kniesche, La Voix / Luxemburger Wort

»Bedeutsam ist es zuerst einmal zur Entwicklung des Rawls'schen Denkens, also auch biographisch...Zum zweiten...weil darin (religions-) philosophische Gedanken eines der bekanntesten und anerkanntesten politischen Philosophen der 20. Jahrhunderts niedergelegt sind.«

Gerhard Maier, a+b Für Arbeit und Besinnung 1/2012

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