Ulla Berkéwicz
Überlebnis

Überlebnis
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D: 14,80 €
A: 15,30 €
CH: 26,40 sFr

Erschienen: 21.04.2008
Klappenbroschur, 138 Seiten
ISBN: 978-3-518-41955-7

Inhalt

Wir wissen, daß wir sterben müssen. Wie aber leben wir mit diesem Wissen? Wie leben wir eingedenk des Todes? Wie leben wir mit dem Tod der nahen Menschen? Weicht man der mit dem Tod einhergehenden Angst vor dem Verlust und der Erfahrung des Schmerzes nicht aus, begegnet man dem Unverschmerzten auf den Wegen des Nachdenkens und Erinnerns, öffnet sich das, was nicht mehr ist, auf das hin, was bleibt und bleiben wird. Überlebnis ist ein Buch, das die Trauer durchquert, subjektiv und radikal. »Die einzige Angst, die ich jetzt noch habe, ist die, zu vergessen.«

 

Pressestimmen

»Überlebnis ist ein gesellschaftskritisches, vielschichtiges Buch, welches sich komplexer sprachlicher Mittel ebenso wie Formen der Intertextualiät bedient. In mehreren Erzählsträngen nimmt sich der Text der „großen“ literarischen Themen an: Des Todes, der Liebe und der Religion.«
Friederike Schwabel, Die Berliner Literaturkritik
»Mit Aplomb kehrt Ulla Berkéwicz als Schriftstellerin zurück.«
Martin Krumbholz, Frankfurter Rundschau
»In den besten Passagen, in denen die Erzählerin ganz nah bei dem Sterbenden ist, mit ihm buchstäblich um den letzten Atem ringt, immer wieder kotzend zum Klo rennt, am Ende ihrer Kräfte über den Krankenhausboden kriecht, mit der schwarzen Putzfrau eine raucht, in rauer Wut die Gleichgültigkeit und Seelenlosigkeit des Krankenhauspersonals anprangert, da ist der Ton nackt, eindringlich, offen und pulsierend. ... Die Erzählerin sagt es selbst: Ihr fehlt jedes Maß für ihre Trauer. Doch aus solcher Maßlosigkeit und Unbedingtheit ist dieses ungewöhnliche Buch entstanden.«
Iris Radisch, Die Zeit
» ... allein das Kapitel, wo der Mann im Krankenhaus liegt, wie dort der Zimmernachbar tragikomisch stirbt - meisterhaft, atemberaubend.«
Susanne Beyer, Der Spiegel
»Kein Buch ist für Autoren lohnender als eines, das die Leser zwingt, es mit der eigenen Erfahrung, den eigenen Ängsten, Hoffnungen und Spekulationen über das, was man nicht wissen kann, zu konfrontieren, wenn sie es überhaupt verstehen wollen.«
Angelika Klüssendorf, Literarische Welt
»Man kann ihren Mut bewundern, so ungeschützt, so offen über die letzten Fragen zu schreiben. In diskursiv gesetzten Zwischentexten offenbart sie eine imposante Belesenheit. In den Kindheitserinnerungen und in den beklemmenden Beschreibungen moderner Klinikatmosphäre, wo Angst, Liebe und Tod kein Thema sein dürfen, imponiert der schonungslose Realismus. Der schmale Band zeigt eine hochsensible, virtuose Erzählerin.«
Stephan Sattler, Focus
»Beschworen werden das Leiden und die persönliche Größe des nie beim Namen genannten Mannes, aber auch eine literarische Moderne, die spröde und voller Misstrauen gegenüber der Sprache ihr Material unermüdlich auf seinen Wirklichkeitsgehalt hin befragte. ... Das Herzstück des Buches ist ein atemraubendes Krankenhauskapitel, eine Tour de force im Geiste der Gottfried Bennschen »Krebsbaracke« mit fulminant orchestriertem Slapstickfinale.«
Ingeborg Harms, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Überlebnis gewinnt seine Dringlichkeit nicht allein durch seinen Gegenstand, die Trauer über das Sterben und den Tod. Vielmehr bewährt und beglaubigt sich der Stoff an der Sprache: Das Masslose der Klage und der Trauer übersetzt sich in eine Suada, die jedes Mass sprengt, bis zuletzt die Stimme der Erzählerin immer kleiner, immer stiller wird, um am Ende auf einer Ewigkeitsfermate auszuharren.«
Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung
»Ihr Buch macht es dem Leser nicht bequem, es zwingt ihn zum Kopfschütteln, es mag ihn unangenehm berühren, es befremdet, aber es bewegt auch, es verwundert, es ärgert, es zieht an, es stößt ab, aber es lässt ihn nicht unbeteiligt.«
Jens Malte Fischer, Süddeutsche Zeitung
»Dieses Buch ist schonungslos offen, unerschrocken persönlich, nicht aber »privat«. Seine Sprache, meditierend, fragend, nachdenkend, klagend, erfindungsreich, umkreist eine unheilbare Wunde. Und es ist auf beglückende Weise überpersönlich: die Allgemeinheit angehend, jeden betreffend. Es rührt an die Substanz unseres Selbstverständnisses. Und es bestärkt uns im humanen Umgang mit den Toten, mit den Lebenden, miteinander.«
Christa Wolf

Audiobeiträge

Kommentare

Ich freue mich sehr, nach Jahren wieder ein neues Buch von Ulla Berkéwicz lesen zu können. Der Umschlag ähnelt "Adam", und das ist eine schöne Idee.
Georg Fries, 07.01.2008

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