Inhalt
In seinem dritten Prosa-Buch setzt Jürgen Becker seine Suche nach der vorhandenen Wirklichkeit fort. Diese Wirklichkeit, in den Feldern aufgelöst in disparate Einzelheiten und in den Rändern als Modell einer Grenz-Erfahrung konstruiert, erscheint hier im Sinne des Titel-Wortes als das, was uns umgibt: in Wohnzimmern und Großraumbüros, in Dorfresten und städtischen Ballungsräumen, in Vorstadt-Gärten und Einkaufszentren, in Verkehrs- und Freizeit-Räumen, in der ruinierten Natur von Heide und Wald. Mehr als bloße Realien kommt in diesen Umgebungen vor: Denken und Verhalten, wie es durch ihren Einfluß bestimmt wird, sucht Jürgen Becker ebenso zu artikulieren wie das Selbstverständnis, das jede Umgebung von sich aus in ihren öffentlichen Angeboten bekundet. Beides erscheint in einem Zusammenhang, der den Widerspruch zwischen Ablehnung und Identifikation, Resignation und Hoffnung vermittelt. Deutlicher als zuvor treten in diesem Buch Figuren auf: Muster-Figuren einer Anpassung, die sie zu Objekten, zu Produkten ihrer Umgebung gemacht hat. Durchdrungen freilich wird diese Umgebung der Objekte von einem Bewußtsein, das via Erinnerung, Phantasie und Imagination nach den geschichtlichen, legendären und privaten Hinter- und Untergründen der zitierten Wirklichkeit sucht.