Ariane Breidenstein
Und nichts an mir ist freundlich

Und nichts an mir ist freundlich
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D: 14,80 €
A: 15,30 €
CH: 26,40 sFr

Erschienen: 19.03.2007
Gebunden, 139 Seiten
ISBN: 978-3-518-41906-9

Inhalt

Und nichts an mir ist freundlich ist ein unerhörtes Debüt: ein Text wie ein Wutanfall, eruptiv, kompromißlos, ungerecht und von unbändiger Energie.
Eine junge Frau, die Ich-Erzählerin, wird hin- und hergetrieben zwischen Anpassungsbedürfnis, Aufbegehren und Verstummen, sie weint, schreit, ruft und flüstert, klagt sich an, klagt die Welt an, die Familie. Der Vater: »ein Abwesenheitsmensch mit Geschenken«; die Mutter: »habe mich innerlich nie an ihr festhalten können, weil da das Bügeleisen war und die Haarbürste und die Tritte am Treppengeländer«; das Leben: »ein großer Pfusch«. Dem Kind hatten die wilde Wiese neben dem Haus und Worte »wie Tabletten geschluckt« als Zuflucht gedient. Und jetzt: die Wiese »ratzekahl abgemäht, nämlich elektrisch«, der Garten »durch väterliche Hände unfruchtbar gemacht«, das Ich rastlos unterwegs auf Friedhöfen, Autobahngrünstreifen, Brachen. Doch in der Schreibarbeit wird »aus der Wut, dem Haß, dem Jähzorn eine Kraft«, die die Worte aus ihren kümmerlichen Zier- und Nutzbeeten befreit und sie aussetzt: in einem Garten, in dem eine existentielle Sprache wächst und also eine poetische.

Dies ist kein besonders lesenswertes Buch, aber wenn Sie einen Garten haben oder wenn Sie auch einen suchen, dann sollten Sie es unbedingt lesen und sich bei der Autorin melden. Bitte laden Sie sie in Ihren Garten ein und lassen Sie sie mit den Apfelbäumen allein.

 

Pressestimmen

»Und nichts an mir ist freundlich ... ist ein Exerzitium in Sprache. Die Struktur des Textes wird nicht gesprengt, etwa durch eine überraschende Wendung, aber sie wird permanent zu unterlaufen versucht. Das Ich, das hier so insistierend spricht, weiß etwas vom Nicht-identisch-Sein, von dem Ort Nirgendwo, diesem utopischen Ort, den Kunst und Literatur in immer neuen Ansätzen umkreisen. Dass bei einem solchen Schreibprojekt überall Gefahren lauern, weiß die Autorin mit Sicherheit. Offenbar gab es aber die Notwendigkeit, dies Buch zu schreiben und damit ein Risiko einzugehen, das viele Autoren scheuen. Die häufig abwertend gemeinte Bezeichnung "romantisch" verweigert die Anerkennung, mit welchem Ernst und welcher Radikalität die schreibenden Gottsucher und Ketzer zu Werke gehen. Und nichts an mir ist freundlich balanciert in großer Höhe; ein anspruchsvoller Text, der sagt, "den Wind habe ich noch vollgeschrieben", um beinahe musterhaft das allmähliche Unleserlichwerden der Buchstaben zu registrieren.«
Sabine Peters, Frankfurter Rundschau
»Ariane Breidenstein poltert in ihrem ersten Roman wie eine Berserkerin los: So wütend, so energiegeladen war schon lange kein deutsches Buch mehr.«
Buchjournal
»In Form und Inhalt ist dieses Debüt meilenweit vom Pop, meilenweit auch von dem Beziehungspinpong und der Dialogfreudigkeit der jüngeren Schreibschulenliteratur entfernt. (...) Wenn es die Absicht dieses Buches war, [diese] Unsicherheit zu erzeugen, kann man es als gelungen bezeichnen.«
Süddeutsche Zeitung

Audiobeiträge

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