Ariane Breidenstein
Und nichts an mir ist freundlich

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D: 14,80 €
A: 15,30 €
CH: 21,90 sFr

Erschienen: 19.03.2007
Gebunden, 139 Seiten
ISBN: 978-3-518-41906-9

Inhalt

Und nichts an mir ist freundlich ist ein unerhörtes Debüt: ein Text wie ein Wutanfall, eruptiv, kompromißlos, ungerecht und von unbändiger Energie.
Eine junge Frau, die Ich-Erzählerin, wird hin- und hergetrieben zwischen Anpassungsbedürfnis, Aufbegehren und Verstummen, sie weint, schreit, ruft und flüstert, klagt sich an, klagt die Welt an, die Familie. Der Vater: »ein Abwesenheitsmensch mit Geschenken«; die Mutter: »habe mich innerlich nie an ihr festhalten können, weil da das Bügeleisen war und die Haarbürste und die Tritte am Treppengeländer«; das Leben: »ein großer Pfusch«. Dem Kind hatten die wilde Wiese neben dem Haus und Worte »wie Tabletten geschluckt« als Zuflucht gedient. Und jetzt: die Wiese »ratzekahl abgemäht, nämlich elektrisch«, der Garten »durch väterliche Hände unfruchtbar gemacht«, das Ich rastlos unterwegs auf Friedhöfen, Autobahngrünstreifen, Brachen. Doch in der Schreibarbeit wird »aus der Wut, dem Haß, dem Jähzorn eine Kraft«, die die Worte aus ihren kümmerlichen Zier- und Nutzbeeten befreit und sie aussetzt: in einem Garten, in dem eine existentielle Sprache wächst und also eine poetische.

Dies ist kein besonders lesenswertes Buch, aber wenn Sie einen Garten haben oder wenn Sie auch einen suchen, dann sollten Sie es unbedingt lesen und sich bei der Autorin melden. Bitte laden Sie sie in Ihren Garten ein und lassen Sie sie mit den Apfelbäumen allein.

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