Marina Zwetajewa
Unsre Zeit ist die Kürze - Unveröffentlichte Schreibhefte

Herausgegeben und aus dem Russischen und Französischen übersetzt von Felix Phillip Ingold
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D: 28,00 €
A: 28,80 €
CH: 38,50 sFr

Erschienen: 07.08.2017
Gebunden, 319 Seiten
ISBN: 978-3-518-42768-2
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Marina Zwetajewa, neben Anna Achmatowa die bedeutendste russische Dichterin des 20. Jahrhunderts, hat ein vielfältiges Gesamtwerk hinterlassen. Ob sie in den Revolutions- und Bürgerkriegsjahren auf den Wahnsinn der Zeit reagierte oder sich im französischen Exil an ihre Kindheit und Jugend zurückerinnerte, ob sie verstorbene Dichterkollegen heraufbeschwor oder sich scharfsinnig mit poetologischen Fragen auseinandersetzte – stets tat sie es auf unverwechselbare Weise, in einem Stil, der vom ersten Moment an frappiert: durch seine Intensität, seine Suggestivkraft, seinen starken Rhythmus und seine klangliche Dichte.

Als sie sich in den 30er Jahren mit dem Gedanken trug, aus dem Exil zurückzukehren, stellte Marina Zwetajewa aus ihren Schriften all das zusammen, was ihr in künstlerischer und persönlicher Hinsicht wichtig war und ergänzte es um nachträgliche Selbstkommentare: eine Art Nachlass zu Lebzeiten, den sie mit nach Russland nahm, während sie ihre literarischen Manuskripte aus Angst vor Beschlagnahmung bei Freunden im Ausland deponierte.

Die Schreibhefte versammeln spontane Notizen, Dialoge mit ihren Kindern, Gedichte und Briefentwürfe, Tages- und Traumprotokolle, Reise- und Lektüreberichte – eine Mischung unterschiedlicher Textformen, die einen einzigartigen Blick in die schöpferische Werkstatt und den Alltag der Autorin gewährt. Es gibt keine bessere Einführung in Leben, Werk und Persönlichkeit der Dichterin als diese Auswahl von Felix Philipp Ingold, die den Auftakt zu einer vierbändigen Werkausgabe bildet.

Aus dem Buch

»Ich steh außerhalb, lebe nur in meinen Heften.«

Pressestimmen

»Die deutsche Ausgabe der Unveröffentlichten Schreibhefte ist hervorragend ausgestattet [...].«

Karlheinz Kasper, neues deutschland

»Somit ist ein anregender Textkorpus entstanden, der in Briefe, Dialoge, Medaillons, Protokolle, Selbstbezichtigungen und Zurückweisungen unterteilt ist.«

Volker Strebel, literaturkritik.de

»Aber was für ein Werk!«

Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel

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