Geza Vermes
Vom Jesus der Geschichte zum Christus des Dogmas

Aus dem Englischen von Claus-Jürgen Thornton
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D: 34,00 €
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CH: 45,90 sFr

Erschienen: 12.12.2016
Gebunden, 383 Seiten
ISBN: 978-3-458-71040-0
Auch als eBook erhältlich

SZ/NDR-Bestenliste Sachbuch

Inhalt

Wie konnte aus dem Prediger und Wunderheiler Jesus von Nazareth, der den nahen Anbruch der Gottesherrschaft verkündigte und am Kreuz das Scheitern seiner Mission erfuhr, 300 Jahre später die präexistente zweite Person der Trinität werden? Der renommierte Religionswissenschaftler Geza Vermes zeichnet dicht an den Quellen entlang die wichtigsten Stationen auf diesem Weg: Nach einer Einleitung über das charismatische Judentum in alttestamentlicher Zeit und einer ausführlichen Darstellung des historischen Nazareners kommen die wichtigsten neutestamentlichen Autoren und die bedeutendsten Schriften und Theologen bis Origenes zu Wort. Den Abschluss bildet eine Skizze des Konzils von Nizäa (325 n. Chr.) mit der Verabschiedung des Nizänischen Glaubensbekenntnisses, das Jesus zum Gott erhob und noch heute katholische, orthodoxe und evangelische Christen verbindet.

Für Vermes – Sohn jüdischer, zum Katholizismus konvertierter Eltern, selbst etliche Jahre Priester, bevor er die katholische Kirche verließ und sich zu seinen jüdischen Wurzeln bekannte – ist diese Entwicklung des Jesusbildes letztlich die Geschichte einer gescheiterten Akkulturation, in der durch die Verdrängung des jüdischen Elements und unter dem Einfluss griechischen Denkens im Christentum der historische Jesus fast bis zur Unkenntlichkeit verzeichnet wurde.

Im Original erschienen unter dem Titel Christian Beginnings (Penguin Books Ltd.).

Aus dem Vorwort

»Das Denken der Kirchenväter unterschied sich von dem Jesu ganz erheblich. Die Hauptaufgabe, die der Prophet aus Nazareth seinen galiläischen Jüngern auferlegte, war das Streben nach der Gottesherrschaft in der Unmittelbarkeit des Hier und Jetzt. Bis zum frühen vierten Jahrhundert war das von ihm gepredigte praktische, charismatische Judentum in eine intellektuelle Religion umgewandelt, die vom Dogma bestimmt und gelenkt wurde. Dieses Buch will seine Leser auf dem Entwicklungsgang vom Jesus der Geschichte zum vergöttlichten Christus des Konzils von Nizäa geleiten.«

Pressestimmen

»Es gehört zu den Meisterwerken religionsgeschichtlicher Aufklärung ...«

Norbert Mecklenburg, literaturkritik.de

»Die Lektüre lohnt in jedem Fall: Unaufgeregt, hochgelehrt, nah an den Quellen, in einfacher Sprache und mit klarer Argumentation.«

Pascal Fischer, SWR

»Der Band ist mehr als nur die Wirkungsgeschichte eines Mannes, er ist auch eine Einführung in drei Jahrhunderte europäische Religionsgeschichte.«

Andreas Schmidt, media-mania.de

Kommentare

»Ein großartiges, richtungweisendes Buch.«
Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury, 01.06.2016

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