George Steiner
Warum Denken traurig macht - Zehn (mögliche) Gründe

Aus dem Englischen von Nicolaus Bornhorn. Mit einem Nachwort von Durs Grünbein
Warum Denken traurig macht
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D: 14,80 €
A: 15,30 €
CH: 23,50 sFr

Erschienen: 18.09.2006
Gebunden, 89 Seiten
ISBN: 978-3-518-41841-3

Inhalt

»Nur in der Persönlichkeit ist Leben; und alle Persönlichkeit ruht auf einem dunklen Grund, der allerdings auch Grund der Erkenntnis sein muß.« (Schelling)
Anwesend waren Traurigkeit, tristitia oder tristesse in George Steiners Prosa seit jeher: als Gedanke, Thema und Gestimmtheit. Nun aber stellt er sie, von Schelling ausgehend, in den Mittelpunkt einer Meditation über Glanz und Elend der Reflexion. Grundiert ist alles Denken durch Schwermut, die in jedem Gedanken vernehmbar bleibt und sich fortpflanzt – so die von Steiner gewählte kosmische Analogie – wie das Hintergrundrauschen als Echo des »Urknalls «. Zweiflerisch ist dieses Denken und durchdrungen vom Gefühl seiner Vergeblichkeit. Es ist unberechenbar und heillos individuell, verschwenderisch und kreisschlüssig, eingeschränkt in den Grenzen der Sprache, axiomatisch, neurophysiologisch determiniert. Es ist, als »Großes Denken«, weit entfernt von Mehrheitsentscheidungen und allgemeiner Anerkennung. Es ist aussichtslos, führt schließlich auf nichts. Und doch ist es die einzig menschenwürdige Anstrengung.
Was ist das, seiner Form nach, für ein Buch? »Vom Essay nimmt es den rhetorischen Spieltrieb, vom Traktat die logische Textur, um hie und da Zäsuren zu setzen im imperativischen Stil eines Manifests.« (Durs Grünbein) George Steiners Schrift ist eine Variation in zehn Sätzen auf ein Thema von Schelling, das Produkt einer persönlichen Ästhetik, ein Stück Gedankenmusik, ein logisches Gedicht.

»Der verführerische Steiner-Ton: einmal verzaubert, immer verzaubert.« Ulrich Raulff, Süddeutsche Zeitung

 

Pressestimmen

»Dem großen George Steiner ist mit seinem kleinen Alterswerk ‚Warum Denken traurig macht’ etwas ganz Außergewöhnliches, etwas Einmaliges gelungen. …Sie werden nach der Lektüre ein anderer sein als vor der Lektüre. Selten wurde auf so wenig Raum so substantiell über das Menschsein und seine Freiheit gesprochen wie hier – so leichthin und dicht, so wuchtig und zart, so bezwingend poetisch und im tiefsten philosophisch.«

Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Literaturbeilage

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