Hg.: Michael Hahn, Siglinde Dietz
Wege zur rechten Erkenntnis - Buddhistische Lehrbriefe

Aus dem Sanskrit und Tibetischen übersetzt und herausgegeben von Siglinde Dietz und Michael Hahn
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D: 32,00 €
A: 32,90 €
CH: 42,90 sFr

Erschienen: 13.10.2008
Leinen, 486 Seiten
ISBN: 978-3-458-70013-5

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Über die Jahrhunderte hinweg sind die Glaubenssätze des Buddhismus in "Briefen", in Lehrbriefen, vermittelt worden. Die literarische Gattung ist eng mit der der "Mahnreden" oder "Sermones" verwandt, mit dem Unterschied, daß bei jenen der Adressat vom Autor räumlich getrennt ist.

Der Brief an einen Freund des buddhistischen Philosophen Nagarjuna aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. ist der älteste erhaltene Brief der indischen Literatur. Darin teilt Nagarjuna einem südindischen Herrscher die Grundgedanken der buddhistischen Lehre mit. Als ein "kleiner Katechismus des Buddhismus" erlangte der Brief große Popularität in der buddhistischen Welt und wurde später ins Chinesische und Tibetische übersetzt, in der Neuzeit auch in viele moderne Sprachen.

Nur wenig später schrieb der Dichter Matrceta seinen Brief an den Großkönig Kaniska, als er dessen persönlicher Einladung aus Alters- und Krankheitsgründen nicht folgen konnte. In diesem Brief versucht er auf vorsichtige Weise, dem noch jungen König einige Grundlehren des Buddhismus nahezubringen.

Im 5. Jahrhundert verfaßte der Dichter Candragomin seinen Brief an einen Schüler, in dem er einen Prinzen, der zunächst in den buddhistischen Orden eingetreten war, diesen dann aber wieder verlassen hat, eindringlich vor den Folgen des Renegatentums warnt. Der herausragende Stil macht den Brief zu einem Höhepunkt der klassischen Sanskritdichtung.

Aus dem 8. Jahrhundert sind vier weitere Briefe überliefert, von denen drei in einem direkten Zusammenhang mit der Missionierung Tibets stehen. ...

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Über die Jahrhunderte hinweg sind die Glaubenssätze des Buddhismus in „Briefen“, in Lehrbriefen, vermittelt worden. Die literarische Gattung ist eng mit der der „Mahnreden“ oder „Sermones“ verwandt, mit dem Unterschied, daß bei jenen der Adressat vom Autor räumlich getrennt ist.

Der Brief an einen Freund des buddhistischen Philosophen Nagarjuna aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. ist der älteste erhaltene Brief der indischen Literatur. Darin teilt Nagarjuna einem südindischen Herrscher die Grundgedanken der buddhistischen Lehre mit. Als ein „kleiner Katechismus des Buddhismus“ erlangte der Brief große Popularität in der buddhistischen Welt und wurde später ins Chinesische und Tibetische übersetzt, in der Neuzeit auch in viele moderne Sprachen.

Nur wenig später schrieb der Dichter Matrceta seinen Brief an den Großkönig Kaniska, als er dessen persönlicher Einladung aus Alters- und Krankheitsgründen nicht folgen konnte. In diesem Brief versucht er auf vorsichtige Weise, dem noch jungen König einige Grundlehren des Buddhismus nahezubringen.

Im 5. Jahrhundert verfaßte der Dichter Candragomin seinen Brief an einen Schüler, in dem er einen Prinzen, der zunächst in den buddhistischen Orden eingetreten war, diesen dann aber wieder verlassen hat, eindringlich vor den Folgen des Renegatentums warnt. Der herausragende Stil macht den Brief zu einem Höhepunkt der klassischen Sanskritdichtung.

Aus dem 8. Jahrhundert sind vier weitere Briefe überliefert, von denen drei in einem direkten Zusammenhang mit der Missionierung Tibets stehen. Ihr Ziel ist, die Anwendung der buddhistischen Lehre im Alltagsleben zu zeigen. Sie vermitteln auch Einblicke in die soziale und politische Situation der Zeit. Aus dem 11. und 12. Jahrhundert sind fünf Briefe aufgenommen, die populäre Belehrungen zu ausgewählten Kerngedanken des Buddhismus enthalten.

Die Ausgabe enthält sämtliche zur Zeit bekannten buddhistischen „Briefe“, Lehrbriefe, die die Grundlehren des Buddhismus auf anschauliche und eindringliche Weise vermitteln. Die Texte sind zwischen dem 2. und 12. Jahrhundert in Indien und Tibet verfaßt worden. Die Mehrzahl von ihnen wurde für die vorliegende Ausgabe erstmals ins Deutsche übersetzt.

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