Knud Romer
Wer blinzelt, hat Angst vor dem Tod - Roman

Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg
Wer blinzelt, hat Angst vor dem Tod
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D: 16,80 €
A: 17,30 €
CH: 24,50 sFr

Erschienen: 13.08.2007
Gebunden, 169 Seiten
ISBN: 978-3-458-17360-1

Inhalt

Knud Romer hat mit seinem ersten Roman in Dänemark einen Skandal ausgelöst. Wild, drastisch, zärtlich, todernst und komisch zugleich erzählt er die so dramatische wie gewöhnliche Geschichte seiner deutsch-dänischen Familie und schreibt sich den Alptraum seiner Jugend im dänischen Nykøbing von der Seele.

 Ein »deutsches Schwein« ist Knud für seine Mitschüler in Nykøbing noch in den sechziger und siebziger Jahren, weil er anders ist als die anderen: Er trägt Lederhosen, singt deutsche Lieder und bekommt in Dänemark unübliche Pausenbrote mit in die Schule. Und ausgerechnet seine Mutter, deren erster Verlobter als Mitglied der »Roten Kapelle« von den Nazis hingerichtet wurde, wird als »Hitlerliebchen« beschimpft.

Quer durch Dänemark und Deutschland führt die Geschichte seiner Familie über drei Generationen. Der dänische Großvater scheitert bei all seinen Unternehmungen und sitzt am Ende nur noch am Bahnhof  und schaut den Zügen hinterher. Dessen Sohn, Knuds Vater, hingegen ist so bemüht, alles korrekt und vorbildlich zu erledigen, daß er sogar dem deutschen Heer beim Einmarsch in Dänemark behilflich ist und den Soldaten den rechten Weg nach Kopenhagen zeigt. Die deutsche Großmutter wird beim Bombenangriff auf Magdeburg schwer verletzt; grausam entstellt, ist sie für den Enkel trotzdem eine Figur von klassischer Schönheit. Onkel Hermann schließlich aus Oberfranken schenkt Knud bei jedem Besuch Splitter einer Handgranate, die ihm nach und nach aus der Haut wachsen – und liefert damit das Material für Knuds großen Befreiungsschlag ...

 

Pressestimmen

»Sein Stoff ist eine Kindheit, die nicht vergehen will. Der Sohn einer deutschen Mutter und eines dänischen Vaters hat offenbar in seiner Kleinstadtjugend noch ein solches Ausmaß an aggressiver Deutschenfeindlichkeit und Ausgrenzung erlebt, dass er davon fürs ganze Leben gezeichnet ist. ... Mit der Intensität des zutiefst Verletzten hat Romer den Roman aus sich herausgeschleudert. Er vibriert vor kalter Wut. Dicht gedrängt kommen die Episoden, jede wie ein Einschlag. Romer erspart sich und uns die behäbig durcherzählte Geschichte. Er schießt Momentaufnahmen ab, eine markanter als die andere. Ausruhen ist nicht. Der Leser wird mitgerissen.«
Tilman Krause, Literarische Welt
»Knud Romers assoziativ ineinander verzweigte Erzählstränge reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Sie berichten von Großvätern und Großmüttern, die als optimistische Verlierer durchs Leben gehen und von einem Vater, dessen Angst vor Verfehlungen die Sicherheit zum absoluten Lebensprinzip erhebt. Wer blinzelt hat Angst vor dem Tod ist mehr als ein gelungener Debütroman. Der 1960 geborene Autor richtet sein narratives Auge auf die Wunden europäischer Geschichte, ein Auge, das sich nicht mehr schließen lässt.«
Deutschlandradio Kultur
»Der Autor ist ein großes Talent - und sein Buch unbedingt lesenswert.«
KulturSpiegel

»Lange hat kein Roman das Komische und das Bedrückende so gekonnt miteinander verwirbelt.«

Der Tagesspiegel

Videobeiträge

Kommentare

ein buch das schnell gelesen ist. das man unbedingt noch mal lesen muss und das so viel energie sendet. energie in bezug auf vergangenheit aller generationen - mir hat es geholfen meine familie mal wieder zu besuchen und deren geschichte neu zu registrieren. geil! einfach geil!!
shill, 02.12.2007

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