Josef Winkler
Winnetou, Abel und ich

Mit Bildern von Sascha Schneider
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D: 16,95 €
A: 17,50 €
CH: 24,50 sFr

Erschienen: 18.08.2014
Klappenbroschur, 143 Seiten
ISBN: 978-3-518-42448-3
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Der Autor der Indianergeschichten war des jungen Josef Winkler Lektüregott. Als der älter und selber Autor (und 2008 Georg-Büchner-Preisträger) Gewordene ein halbes Jahrhundert nach seiner ersten Begegnung die drei Winnetou-Bände sowie Weihnacht wiederlas und die Bilder Sascha Schneiders betrachtete, entstanden vier Nacherzählungen der wichtigsten Szenen. Eingeleitet werden sie von der Titelgeschichte Winnetou, Abel und ich, die noch einmal in Winklers Kärntner Indianerkindheit zurückführt.

»Mutter und Vater beäugten mich beim Lesen mit misstrauischen Blicken, denn die Nachbarin sagte einmal zu meiner ahnungslosen Mutter, die ihr ganzes Leben kein Buch gelesen hatte: ›Karl May verdirbt ihn!‹ Erlöst wurde ich erst vom Tierarzt, dem vornehmen Dr. Weber, der nach einer Operation im Stall, als er in der Küche mit einer Terpentinseife seine Hände wusch und dabei fragte, was ich denn da lese, in Anwesenheit meiner Eltern ein Lob spendete: ›Sehr gut! Sehr gut!‹«

Pressestimmen

»Eine spröde Liebeserklärung, aber gerade daraus gewlnnt sie ihre Vehemenz.«

Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau

»Beeindruckend an Josef Winklers intensiver Erinnerungserzählung ist das Bewusstsein von der Auflösung jener Welt, aus der er sich einst, Anschlag für Anschlag, freikämpfte.«

Jan Koneffke, Neue Zürcher Zeitung

»Winkler gelingt es in Winnetou, Abel und ich einmal mehr, seinen ›alten Themen‹ Tod, Homosexualität und katholische Erziehung – wie gewohnt in geschliffener Sprache und tiefsinniger, schwarzer Ironie – im Vexierspiel von Bruderliebe und Brudermord eine neue künstlerische Dimension abzugewinnen.«

Michaela Schmitz, Deutschlandfunk

»Die Selbstanalyse Winklers im vorliegenden Band ist ein außergewöhnliches Dokument literarischer Rezeption und Sozialisation.«

Walter Grünzweig, derStandard.at

»Seinen starken Bildern, seiner Authentizität kann man sich nicht entziehen.«

Märkische Allgemeine

»Seinen eigentlichen Reiz gewinnt der Band aus dem Zusammenspiel von Winklers radikaler Abscheu gegenüber dem Ironischen und dem Fort- und Umschreiben der, Karl-May-Erzählungen durch den Kärntner: Mays Märchenonkelliteratur, auf die Essenz reduziert.«

Profil 36/2014

Kommentare

»Josef Winkler hat wieder einmal etwas Ehrliches geschrieben. Das ist gar nicht so oft zu finden in der Literatur. Er behandelt jene Themen, die ihm abgrundtief auf der Seele, Herzen, was auch immer, liegen ... Seine Wortwahl und seine Vergleiche und Metaphern sind zusätzlich noch provokant und regen gleichsam zum Nachdenken an.«
Björn Treber, 06.10.2014

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