Andrzej Stasiuk
Winter - Fünf Geschichten

Aus dem Polnischen von Olaf Kühl und Renate Schmidgall
Winter
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D: 11,80 €
A: 12,20 €
CH: 17,50 sFr

Erschienen: 21.09.2009
Insel Bücherei 1322, Pappband, 59 Seiten
ISBN: 978-3-458-19322-7

Inhalt Inhaltsverzeichnis

„Auf den Schrottplatz kommst du nicht“, sagt Grzesiek zu seiner orangen Syrena, in der er mit Kupferdrahtrollen an der polnisch-slowakischen Grenze unterwegs ist. „Ich finde schon jemanden für dich. Vielleicht einen Rentner. Er wird für dich sorgen, und ihr werdet zusammen alt werden.“ Wie die berühmten Galizischen Geschichten spielt auch Winter unter Menschen in einer armen Gegend, deren Bewohner nach der Wende auf der Strecke geblieben sind. Sie leben in einer großen Stille. Überall in der Landschaft liegen kaputte oder ausrangierte Gegenstände herum, „von Leere durchweht“,  ihres Sinns beraubt. Ob es einen eschatologischen Mechaniker gibt, der mit einem himmlischen Schraubenschlüssel an ihrer Erlösung arbeitet? Andrzej Stasiuks unvergeßliche Geschichten erzählen vom Geheimnis und von der Würde einer bald verschwundenen Welt.

Pressestimmen

»Ein kleiner Band, der auf lediglich 59 Seiten dazu verführt, Stasiuk weiter zu lesen. Denn auch in diesen kleinen Texten tauchen sie wieder auf, die Menschen und die Dinge, wie Autos, Motorräder, Räder, die aus ihrer Welt gefallen sind bis sie langsam verschwinden, wie die Welt, in der sie bis vor kurzem noch gebraucht wurden.«

Neue Westfälische. Bielefelder Tageblatt

»Stasiuk greift, noch in der vermeintlich realistischen Beschreibung, weiter aus und fügt den Erzählungen eine Poetologie hinzu: Seine Welt der ausrangierten Dinge und Reste so bekannte er kürzlich - ist eine erfundene Welt. Denn was ist der Schriftsteller schon anderes als ein Resteverwerter? Stasiuks Organe sind Augen, Phantasie und Sprache. So macht er aus dem Müll, der ihn umgibt, Literatur.«

Stefanie Peter, FAZ

»Während er in den letzten Jahren immer weiter herumgekommen ist und zu einem mythologischen Reisepoeten Osteuropas wurde, zeigt der jetzt aufgelegte Band der Insel-Bücherei noch einmal Stasiuks wunderbare polnische Phase, für mich der Höhepunkt seines Schaffens.«

Matthias Schnitzler, Berliner Zeitung

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