Angelika Felenda
Wintergewitter - Reitmeyers zweiter Fall. Kriminalroman

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Erschienen: 29.10.2016
suhrkamp taschenbuch 4719, Klappenbroschur, 438 Seiten
ISBN: 978-3-518-46719-0
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

München 1920. Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt, versucht die dort erlittenen Traumata vor seiner Umgebung zu verbergen und dämpft aufkommende Panikattacken mit Geigenspiel. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu tun: Nahrungsmangel und Geldentwertung haben dazu geführt, dass die Stadt von einer regelrechten »Diebstahlseuche« heimgesucht wird und Schieber und Schleichhändler dicke Geschäfte machen. Da wird die junge Cilly Ortlieb, Kleindarstellerin in schlüpfrigen Produktionen des Münchner Filmkonzerns Emelka, tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord mit einer großen Menge Morphium.
Während die rechte Einwohnerwehr durch die Straßen Münchens marschiert, sucht Kommissär Reitmeyer – von seinen Vorgesetzten argwöhnisch beäugt – in illegalen Spielclubs, Bars und Geheimbordellen nach einem zweifachen Frauenmörder. Dabei begegnet er Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer abgetauchten Schwester eines der Mordopfer kennengelernt hat und bald selbst auf die Todesliste des Täters gerät …

Pressestimmen

»Eine hervorragende Kombination aus historischer Milieuschilderung und spannendem Thriller.«

Hessische/ Niedersächsische Allgemeine

»Angelika Felendas zweiter hinstorischer Kriminalroman ... ist eine hervorragende Kombination aus historischer Milieuschilderung und spannendem Thriller.«

FOCUS Online

»Voller überraschender Wendungen und gespickt mit historischen Fakten, zieht einen Wintergewitter von Anfang an in seinen Bann.«

freundin.de

»Auch Felendas zweitem Krimi aus der Reitmeyer-Serie gelingt es bravourös, authentische geschichtliche Hintergründe informativ und spannend mit fiktiven Kriminalfällen zu verbinden.«

Jürgen Seefeldt, ekz.bibliotheksservice 2016/49

»Absolut lesenswert.«

Günter Bielemeier, Bayern zu Buch 2017/1

» ... eine hervorragende Kombination aus historischer Milieuschilderung und spannendem Thriller.«

Axel Knönagel, Ruhr Nachrichten

»Ein gelungener Krimi mit Einblicken in heute kaum noch bekannte konfliktträchtige politische Episoden.«

Peter Münder, culturmag.de

Nachrichten

Kommentare

Ein beklemmend reales Porträt des München nach dem ersten Weltkrieg und Hitlers erster Schritte zeichnet Angelika Felenda in diesem Krimi, Kommissar Reitmeyers zweitem Fall. Der »Kommissär« trotzt dem leichten Rechtsruck in den oberen Etagen der Polizei und ermittelt nach Instinkt und mit Fairness gegenüber allen Beteiligten. Unbeirrbar fährt er mit seinem Fahrrad durch die Straßen, durch die auch ein Frauenmörder läuft.
Reitmeyer kommt in Kontakt mit »Randgruppen« der Bevölkerung, verkehrt in Kreisen, mit denen er sonst wenig Berührungspunkte hat und wird dabei von seinem Kollegen Steiger und dem kongenialen Polizeischüler Rattler unterstützt. Anfangs ein unbeschriebenes Blatt, wird aus dem Duo Rattler-Reitmeyer ein interessantes Gespann, das auf mehr Krimis dieser Art hoffen lässt. Zudem schafft Rattler es, in ernste Situationen genau das richtige Maß Komik einfließen zu lassen.

Nicht nur die akkuraten Umgebungsbeschreibungen und die Berichte über die politische Lage und die Not der Menschen lassen diesen Krimi so echt wirken, auch das richtige Jargon, gepaart mit einem Schreibstil, der auf dem Punkt ist, zeichnen die Autorin aus. Um die Beklemmung der Charaktere für den Leser spürbar zu machen, braucht es gar nicht viel »Action« und Schießereien. Der Leser sitzt auf Reitmeyers Gepäckträger, schleicht hinter Gerti Blumfeld durch die Straßen und verkleidet sich mit Rattler für »verdeckte Ermittlungen«. Ein fesselnder und vergnüglicher Lesespaß.
Georgina, 10.11.2016

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