Mario Levi
Wo wart ihr, als die Finsternis hereinbrach - Roman

Wo wart ihr, als die Finsternis hereinbrach
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D: 24,90 €
A: 25,60 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 21.02.2011
Gebunden, 678 Seiten
ISBN: 978-3-518-42226-7

Inhalt

Izak, ein 50jähriger gutsituierter Kaufmann, ist mit seinem Leben, das ereignislos und in geregelten Bahnen verläuft, unzufrieden. So besinnt er sich auf seine revolutionäre Jugendzeit und macht sich auf die Suche nach seinen ehemaligen Freunden. Er plant, mit ihnen ein einst gemeinsam verfaßtes Theaterstück über die bunte Völkermischung Istanbuls in seiner alten Schule noch einmal auf die Bühne zu bringen.

Nach und nach findet er sie alle wieder: den Türken Necmi, den Griechen Yorgos, den Juden Niso, die Jüdin Seli und die Türkin Sebnem. Doch schon bald zeigt sich, wie sehr sich alle im Laufe der Zeit verändert haben. Keiner von ihnen hat mit seiner Jugendliebe das Glück gefunden, keiner hat seine ‚linken’ Vorstellungen von einer sozial gerechten Gesellschaft realisieren können. Sie haben schwere Schicksalsschläge erlitten, Gefangenschaft und Folter. Dennoch finden sie zu ihrer einst engen Freundschaft zurück. Die Ehrlichkeit, mit der sie sich ihren Gefühlen stellen, auch mit ihren dunklen Seiten, und der bittere Humor, mit der sie das Unausweichliche akzeptieren, hebt diese Begegnung weit über ein ‚Klassentreffen’ hinaus. Keiner von ihnen wird wieder in den gewohnten Alltag zurückkehren können …

Der neue Roman von Mario Levi, Wo wart ihr, als die Finsternis hereinbrach schildert das Leben der Menschen in der Metropole am Bosporus aus der Sicht eines alteingesessenen Juden und ist gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit den Folgen der Militärdiktatur der 1980er Jahre.

 

Pressestimmen

»Levi hat einen ganz eigenen Stil, diese Dialoge zu schildern. Es ist viel vom Theater und vom Film die Rede, aber dieser Roman ließe sich nur sehr schwer auf die Bühne oder die Leinwand bringen. Denn die Gedanken, die der Erzähler Isaak sich während der Gespräche mit seinen Freunden macht, nehmen mehr Raum ein als das Gesagte. Erinnerungen, Spekulationen, Analysen - kein Stein bleibt auf dem anderen. Das braucht viel Zeit, das braucht viel Platz, aber es ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.«

Jürgen Hein, stern.de

»Lebenssatt und wunderbar übermütig sind die Dialoge zwischen Isak und Necmi. Das Porträt der frivolen Mutter Necmis, die seltsam zeitlos altert, ist eine der vielen glanzvollen Miniaturen, die in diesem kongenial übersetzten Roman stecken.«

Sigrid Brinkmann, Saarländischer Rundfunk

»Es ist ein lebenskluges Buch , ein hochpolitisches aber vor allem auch ein zutiefst menschliches Buch, das Mario Levi hier vorlegt, ein Buch, das zwar stellenweise zu ausschweifend ist, das aber vor allem dem Erinnern und dem Nichtvergessen und der Reflexion ein Denkmal setzt.«

Gerrit Wustmann, fixpoetry.com

»Mario Levi hat einen wunderbar empfindsamen Roman geschrieben.«

Sigrid Brinkmann, NDR Kultur

»Levis Roman ist eine Spurensuche von beinah märchengleicher Erzähllinearität. ... Das wirklich Schöne aber sind Levis Beschreibungen der Freundschaft, die Ernsthaftigkeit, die Geduld und das tiefe Interesse, mit dem sich alle seine Figuren den Lebensgeschichten ihrer alten Kameraden aussetzen.«

Julia Kospach, Falter. Buchbeilage 10/2011

»Mario Levis Roman ist eine absolut bestechende, wehmütig-lebenskluge poetische Reflexion über die Irrwege des Lebens und die wunderbare Fähigkeit, trotz aller Widrigkeiten immer wieder das Ideal der Schönheit zu bekräftigen. … Mit seinem zweiten großen ins Deutsche übersetzten Roman beweist Mario Levi mit Nachdruck, dass er zu den bedeutendsten jüdischen Autoren der Diaspora gehört.« 

Jüdische Zeitung, Berlin Nr. 4 (62), April 2011

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