Armando Massarenti
Zwergenweitwurf - und andere philosophische Übungen

Mit einem Vorwort von Umberto Eco. Aus dem Italienischen von Karin Krieger
Zwergenweitwurf
Leseprobe » Bestellen »


D: 17,80 €
A: 18,30 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 17.08.2009
Gebunden, 204 Seiten
ISBN: 978-3-458-17453-0

Inhalt

Was geschähe, wenn man das sokratische »Ich weiß, daß ich nichts weiß« in letzter Konsequenz leben wollte? Darf man seinem Chef den Tod wünschen? Stimmt es wirklich, daß sich über Geschmack nicht streiten läßt? Kann man sich selbst belügen? Auf jeweils ein bis zwei Seiten werden Fragen, die jeden von uns in unserer geistigen und ethischen Existenz berühren, in der Anwendung auf konkrete Situationen ausgelotet.

Wie soll man sich gegenüber einer in Australien beliebten Sportart verhalten, dem Zwergenweitwurf, bei dem Kleinwüchsige möglichst weit durch die Luft geschleudert werden? Könnte man als ein freiheitlich denkender Mensch diese Disziplin wirklich mit Hinweis auf die Menschenrechte ächten, da die »Zwerge« sich doch offenbar freiwillig zur Verfügung stellen? In zupackend erzählten Geschichten und Gedankenexperimenten, die Personen in Situationen zeigen, in denen sie eine, wie man es auch dreht, unmoralische Entscheidung treffen müssen, prüft Armando Massarenti die Philosophie auf ihre Alltagstauglichkeit. Insofern handelt es sich um »Übungen«, um eine philosophische Gymnastik, die für den philosophischen Alltag fit macht, müssen wir doch ständig politisch unkorrekt handeln, um größeren Schaden zu vermeiden.

Pressestimmen

»Massarenti denkt über universalistische und partikularistische Moral nach, über Schuld und Rache, das Gute und das Böse, über instinktives und steuerbares Verhalten. Eine Szene aus einem Kinofilm oder eine Google-Suche wecken ebenso sein Interesse wie menschliche Laster und Wegmarken der Geschichte. Seine Übungen ... haben Bandbreite.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Über eine kleine Vorgeschichte gelangt Massarenti von einer banalen Alltagsbeobachtung zu einem klassischen philosophischen Problem und erläutert dabei beiläufig etwa Wittgensteins Paradox der Regelbefolgung. Wahrscheinlich wird in Zeiten, in denen kaum jemand noch Zeit hat für die langen Abhandlungen, auch das Format der Philosophie sich adaptieren. ... Kurze Geistesübungen mit stimulierenden Wirkungen.«

Neue Zürcher Zeitung

Kommentieren